Nordfriesland : Polizei stoppt zwei Motorrad-Raser auf der B5 bei Husum

Die beiden Motorradfahrer sorgten durch ihre Fahrweise für brenzlige Situationen auf der B5.

Die beiden Motorradfahrer sorgten durch ihre Fahrweise für brenzlige Situationen auf der B5.

Die Fahrer überschritten das Tempolimit um fast das Doppelte. Beide erwartet eine Geldbuße und ein Fahrverbot.

von
28. Juni 2018, 09:39 Uhr

Husum | Während einer Verkehrsüberwachung an der nördlichen B5 bei Husum ist der Polizei ein Raser auf einem Motorrad ins Netz gegangen. Eine Videostreife hatte am Dienstagnachmittag zunächst einige kleinere Geschwindigkeitsüberschreitungen geahndet, bis den Beamten ein Motorradfahrer auffiel, der mit seiner Honda statt der erlaubten 100 km/h mit Tempo 193 unterwegs war. Die Streife stoppte den Fahrer und stellte ihn zur Rede.

Der 40-jährige Nordfriese erklärte den Beamten, dass er seinen Führerschein erst vor knapp einem Jahr zurückerhalten habe, nachdem er ihn ebenfalls wegen eines Tempoverstoßes verloren hatte. Kurz darauf setzte die Videostreife die Verkehrsüberwachung fort und wurde erneut auf einen Kradfahrer aufmerksam, der noch schneller unterwegs war. Auch bei diesem Fahrer einer Honda wurde eine Geschwindigkeit von 193 km/h gemessen. Der Fahrer fiel allerdings nicht nur durch die viel zu hohe Geschwindigkeit auf, sondern auch durch seine besonders gefährlich Fahrweise.

Auf dem aufgezeichneten Video war zu erkennen, dass die einbiegenden und entgegenkommenden Fahrzeuge nicht mit einer derart hohen Geschwindigkeit rechneten. Dadurch kam es zu mehreren brenzligen Situationen. Der Motorradfahrer wich teilweise auf den Mehrzweckstreifen aus, verringerte seine Geschwindigkeit allerdings nicht.

Wegen der hohen Überschreitung der Geschwindigkeit und der festgestellten Fahrweise geht die Polizei von einer vorsätzlichen Tat aus. Beide Fahrer erwartet nun ein Bußgeld in Höhe von 1200 Euro sowie ein dreimonatiges Fahrverbot.

Die Polizei erinnert an die schweren Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Motorradfahrern und weist darauf hin, dass sie meistens der „schwächere Verkehrsteilnehmer“ seien, den die schwere Folge trifft. Zwar seien Kradfahrer nicht immer die Ursache dieser schweren Unfälle, erhebliche Geschwindigkeitsüberschreitungen führten jedoch zur Überforderung anderer Verkehrsteilnehmer und vervielfachten daher das Risiko solcher Verkehrsunfälle.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert