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Husumer Nachrichten

19. Oktober 2017 | 20:49 Uhr

Schwabstedt : Polizei: Jetzt wird kontrolliert

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Bei einer Verkehrsschau drängen sich vor den Augen der Beamten Fahrzeuge durch die Baustelle am Mühlenberg.

„So kann das auf keinen Fall weitergehen“ – das war der Tenor aller bei der jüngsten Verkehrsschau in Schwabstedt. Beteiligt waren dabei unter anderem Andreas Todt, Leiter der Polizeistation Friedrichstadt, Polizeihauptkommissar Jörg Addix von der Direktion Flensburg, Georg Gemkow (Verkehrsaufsicht des Kreises Nordfriesland) und Femke Postel als Mitarbeiterin des Ordnungsamtes.

Immer wieder wählen Autofahrer die einspurige Strecke durch die Baustelle am Mühlenberg, weil sie die Umleitung von Schwabstedt nach Ramstedt über Winnert, Oldersbek und Kohlschau vermeiden wollen (wir berichteten). Selbst vor den Augen der Beamten durchquerten zahlreiche Autofahrer das Arbeitsfeld der Bauarbeiter, die oftmals nur noch zur Seite springen konnten. Statt weiterzuarbeiten, mussten sie sich Diskussionen mit den Fahrern stellen. Dabei ist anhand der aufgestellten Beschilderung gut zu erkennen, dass grundsätzlich kein Fahrzeugverkehr durch diese Baustelle fahren darf. Derzeit wird die einen Kilometer lange Ortsdurchfahrt Schwabstedts komplett erneuert. Da es sich hierbei um eine Kreisstraße handelt, musste der Landkreis dazu tief in die Tasche greifen – und hat diese Maßnahme ohne Landes- oder andere Zuschüsse alleine finanziert. Vor Ort betonte Andreas Todt: „Seit Beginn dieser Straßenbaumaßnahme haben wir festgestellt, dass selbst während der laufenden Bauarbeiten tagsüber Fahrzeuge die Baustelle durchfahren – und das trotz des Durchfahrtverbotes. Das geht so auf keinen Fall.“ Das Durchfahrtsverbot sei eindeutig durch die Beschilderung zu erkennen. Letztlich gehe es um die Verkehrssicherheit. Es sei unerlässlich, dass dieses Durchfahrtsverbot auch aufrechterhalten werde.

Im Laufe der Besprechungen sagte der Stationsleiter weiter, dass es aufgrund des Baufortschritts nicht mehr möglich sein werde, die Baustelle zu durchfahren. Es bleibe aber weiterhin zugesichert, dass Anwohner ihre Grundstücke erreichen können. Und er fügte hinzu: „Die Autofahrer müssen mit Kontrollen durch uns rechnen – ich weise an dieser Stelle schon einmal ganz ausdrücklich darauf hin.“ Mehrfach schreckten währenddessen Warnrufe die Teilnehmer der Verkehrsschau auf. Gelegentlich schien nur noch eine Hand breit Platz zu bleiben zwischen den Außenspiegeln der Fahrzeuge und der Baumaschinen.

Zum Verlauf der Arbeiten sagte Geschäftsführer Volker Brandt von der mit dem Großprojekt beauftragten Firma Heinrich Brandt Straßenbau: „Unsere Leute können immer wieder nur zur Seite wegspringen, weil da einfach ständig Fahrzeuge durchfahren – hinsichtlich des Baufortschritts liegen wir aber voll im Zeitplan.“ Die Straße werde anschließend nicht mehr die besonders große Breite haben, sondern auf 6,50 Meter begrenzt.

Lange wurde um diesen dringend notwendigen Straßenbau gekämpft. Seit rund 20 Jahren hagelte es immer wieder Proteste wegen des miserablen Zustands der Straße. Nicht nur die Anwohner, sondern auch die Kommunalpolitiker wetterten mehrfach über den ehemaligen Zustand. Jetzt erfolgt ein kompletter Neubau der Kreisstraße. Derzeit werde tief in der Erde gebuddelt. Im Untergrund würden zunächst einmal die Versorgungsrohre und Leitungen erneuert.

Aktuell ist auch die zentrale Rettungsleitstelle in Harrislee informiert worden, denn die Fahrzeuge der zuständigen DRK-Rettungswache in Norderstapel, die auch Einsätze in den Gemeinden oberhalb der Baustelle am Mühlenberg, etwa in Ramstedt und Wisch wahrnehmen sollen, können die Baustelle ab sofort ebenfalls nicht mehr passieren. Notfälle werden daher vorerst von den Besatzungen der Rettungswagen des Kreises Nordfriesland von Husum aus versorgt.

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