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Husums Stadtbild : Politik will Gestaltungssatzung auf den Weg bringen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Eine Arbeitsgruppe soll erarbeiten, wie das Husumer Stadtbild geschützt werden kann.

von
erstellt am 15.Okt.2017 | 09:00 Uhr

Die Sorge um die Optik ihrer Stadt treibt die Husumer schon länger um – nicht erst seit der Debatte um den Neubau des Finanzamtes. Die CDU-Fraktion hatte deshalb in die jüngste Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses den Antrag eingebracht, dass eine Gestaltungssatzung erarbeitet wird (wir berichteten).

In dieser Runde war man sich zwar einig, dass dies ein sinnvoller Schritt sei, kam aber schnell zu dem Schluss, dass die Idee der CDU-Fraktion zu kurz gegriffen sei. Der ging es – verkürzt gesagt – vor allem darum, sich dafür einzusetzen, dass in der Storm-Stadt weniger Flachdächer gebaut werden – auch aus dem Grund, weil eine umfassendere Gestaltungssatzung zu erstellen deutlich länger dauern würde.

Die von der CDU angedachte „Flachdach-Verhinderungs-Satzung“ sei allerdings nicht ganz einfach umsetzbar und gleichzeitig angreifbar, erläuterte Bauamts-Chef Jörg Schlindwein. Die SPD regte daher an, die Idee etwas auszuweiten und Gestaltungssatzungen für einzelne Bereiche in Husum zu erarbeiten.

„Das wird eine Heidenarbeit“, erklärte der Ausschussvorsitzende Ulf von Hielmcrone (SPD), der den Versuch, das Husumer Stadtbild zu erhalten, ansonsten jedoch guthieß. „Durch derartige Satzungen darf aber keine Käseglocke über die Stadt gestülpt werden – es muss elegante Möglichkeiten geben, Ausnahmen zu erlauben“, so Hielmcrone weiter. Das sah auch Barbara Ganter (Grüne) so: „Ich denke an die Gestaltungssatzung in Schobüll: Da bekommen wir einen Ausnahmeantrag nach dem nächsten, weil die Satzung nicht mehr zeitgemäß ist. Wir müssen also auch bei der Husumer Variante darauf achten, dass wir aus der Nummer raus kommen, wenn die Zeiten sich ändern.“

Wichtig sei zudem, dass die Vorschriften zu den verschiedenen Stadtgebieten passen, sagte von Hielmcrone: „Wenn wir beispielsweise dem Kreis vorschreiben, seine neuen Gebäude künftig nur noch mit Satteldach zu erstellen, werden die dort zu Recht fragen, wer uns denn gejagt hat.“ Ohnehin seien Flachdächer aus seiner Sicht ja auch nicht grundsätzlich schlecht. Schlussendlich einigte sich die Politik darauf, dass sich nun ein Arbeitskreis mit dem Erstellen von Gestaltungssatzungen für Stadtgebiete ohne B-Plan befassen soll.

 

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