Husumer Kommunalpolitik : Politik berät über Badesee auf dem Dockkoog

Diese jungen Radfahrer genießen eine nachmittägliche Tour am Dockkoog.
Diese jungen Radfahrer genießen eine nachmittägliche Tour am Dockkoog.

Im Zuge der Neugestaltung des Husumer Dockkoogs könnte dort auch ein Badesee entstehen.

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13. April 2018, 09:00 Uhr

Wie soll die Dockkoog-Spitze künftig aussehen? Mit dieser Frage werden sich die Mitglieder des Umwelt- und Planungsausschusses am Mittwoch, 18. April, auseinander setzen. Konkret geht es in dieser Sitzung darum, ob die Idee weiterverfolgt werden soll, dort einen Meerwasser-See zum Baden anzulegen. Die Idee kommt noch von der Bürgerwerkstatt, die sich schon 2013 überlegt hat, was auf dem Dockkoog möglich ist.

Nun hat sich die von der Politik beauftrage Planergemeinschaft Siller / Mohn mit den Ideen beschäftigt. Fest steht, dass für das Erschaffen des Sees grundsätzlich Fördermittel beantragt werden können, heißt es in einer Vorlage der Verwaltung. Danach aber müsste die Stadt wohl selbst für den Unterhalt des Sees aufkommen.

In der Vorlage führt die Stadtverwaltung mehrere Punkte auf, die zusätzliche Kosten verursachen, wenn der See geschaffen wird. Neben höheren Personalkosten für die Retter der DLRG müsste beispielsweise auch darauf geachtet werden, dass der See bei einem höheren Wasserstand nicht überflutet wird. Mit dem Landesbetrieb für Küstenschutz (LKN) müsse noch besprochen werden, ob und wie dies über den Hafen zu regeln ist.

Die Wasserqualität sollte kein Problem sein, da das Wasser durch die Gezeiten immer wieder ausgetauscht wird. Allerdings müsste der See wohl einmal im Jahr ausgebaggert werden, was etwa 3500 Euro zuzüglich der Entsorgung kosten würde. „Gegebenenfalls kann das Material in Absprache mit dem LKN für anfallende Deichbauarbeiten verwendet werden“, heißt es in der Vorlage.

Die Planungen der Projektgruppe sahen am Seeufer Sandflächen – vielleicht für ein Beachvolleyballfeld – vor. In der Vorlage erklärt die Verwaltung, dass der Sand wahrscheinlich jährlich ausgetauscht werden müsste – geschätzt für rund 12.000 Euro.

Die Politiker des Umwelt- und Planungsausschusses sollen nun entscheiden, ob die See-Planungen vorangetrieben werden sollen oder nicht. Mit den weiteren Ideen für die Dockkoogspitze wird sich dann zu einem späteren Zeitpunkt auseinander gesetzt.

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