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Hallig Langeness : Platz schaffen für eine Klimawarft

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Nach Erhöhung und Verdreifachung der Grundfläche sollen auf Treuberg ein Kaufmannsladen, eine Ambulanz, ein Materiallager und neuer Wohnraum entstehen.

Nach der Sichtung im Rahmen der Frühjahrsdeich- und Warftschau des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) auf Oland (wir berichteten) ging es mit dem Lorenzug über den Damm weiter nach Langeneß. Dort wurden die Teilnehmer bereits von Bürgermeisterin Heike Hinrichsen und weiteren Küstenschutz-Fachleuten zum Rundgang auf der Hallig erwartet. Es galt, eventuelle Schäden aus dem vergangenen Winter zu begutachten und weitere Vorhaben zu besprechen.

Auf der Warft Treuberg erläuterten LKN-Baubetriebsleiter Florian Schröter und die Bürgermeisterin den Stand der Planungen zu der vorgesehenen Warftverstärkung zu einer Klimawarft. Klimadeiche wie auf Nordstrand und die jetzt geplanten Klimawarften sollen dem erwarteten Anstieg des Meeresspiegels standhalten können. Mit dem ersten Spatenstich für den Kaufmannsladen auf der Hooger Hanswarft (wir berichteten) ist bereits ein erster Schritt auf den Halligen erfolgt.

„Voraussichtlich 2019 sollen die Arbeiten zur Verstärkung der Warft Treuberg erfolgen. Noch sind die letzten Planungen nicht abgeschlossen“, erläuterte Heike Hinrichsen. Sicher ist, dass die Warft von derzeit rund 4,30 Metern Höhe auf 6,50 Meter plus einer Sicherheitsmarge von 50 Zentimetern als Wellenzuschlag erhöht werden wird. Das entspricht einer Aufschüttung bis über die Unterkante des Daches des derzeitigen und zum Abriss vorgesehenen Gebäudes. Die Grundfläche der Warft von rund 1500 Quadratmetern wird nach der Verstärkung voraussichtlich um das dreifache größer. Der unter Denkmalschutz stehende Feting wird erhöht und bleibt erhalten. Wenn die Verstärkungsarbeiten abgeschlossen sind, planen die Langenesser dort einen Kaufmannsladen, eine Ambulanz, ein Materiallager für den LKN und die Gemeinde sowie zusätzlichen Wohnraum für Einheimische zu schaffen.

Im weiteren Verlauf der Sichtung wurde über den Austritt von Druckwasser im unteren Bereich an der Südböschung der Ketelswarft diskutiert. „Hier werden wir eine Drainage einbauen müssen“, kündigte Schröter an. Der Regionaldeich und die Deckwerke zwischen den Warften Treuberg und Hilligenley sind durch die Wintereinflüsse teilweise geschädigt. „Die Schäden werden im Rahmen der Unterhaltungsarbeiten beseitigt“, so der Baubetriebsleiter. Die Schauteilnehmer von Langeness zeigten sich über den Zustand der Gräben auf der Hallig besorgt. „Hier sind die Abbruchkanten teilweise zwei Meter hoch, hinter den Deckwerken bilden sich Auskolkungen“, machten LKN-Vorarbeiter Ark Boysen und Sielverbandschef Frerk Johannsen deutlich. Der Basaltdamm an der Ridd-Schleuse ist nicht mehr hoch genug und wird teilweise überspült. Das führt zu Uferabbrüchen an der Rückseite. Schröter kündigte Überlegungen zur Instandsetzung an. Am Ende zeigten sich die Halligbewohner besorgt über die veränderten Strömungsverhältnisse des Wassers insbesondere bei „Landunter“.

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