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Lampiontage Friedrichstadt : Planänderung sorgt für Begeisterung

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Nachdem der Sonnabend der Lampiontage abgebrochen und der Haupttag auf den Sonntag verschoben wurde, diskutieren die Veranstalter auf für die Zukunft einen Fest-Ablauf mit Bootskorso am Tage.

Damit hatte niemand gerechnet: In der langen Geschichte der Friedrichstadtädter Stadtfeste übernahm erstmals das Wetter die Regie. Aufgrund einer angekündigten Unwetterwarnung wurde das beliebte Event am Sonnabend um 18 Uhr abgebrochen. In dieser Form war das seit 1985 – als es erstmals stattfand - noch nicht passiert. Doch die Reaktion fiel anders aus als befürchtet: 30.000 mal wurde der auf der Facebook-Präsenz der Husumer Nachrichten gepostete Hinweis gelesen – und am Sonntag fanden sich dann unerwartet viele Besucher zum letzten der Lampiontage ein. Die Veranstalter hatten – in Absprachen mit allen Beteiligten – spontan reagiert und das Programm vom Haupttag auf den dritten Festtag verlegt. Das Ergebnis: große Zufriedenheit auf allen Seiten. Zahlreiche Besucher sprachen sich für die Beibehaltung des jetzigen Ablaufes aus, der auch die Verlegung des traditionellen Bootskorsos auf den Sonntagnachmittag einbezieht.

Die Zahl der Trunkenheitsfälle sei zurückgegangen, bestätigten DRK und DLRG im Rahmen einer Nachbesprechung des Festes. Ein eindeutiges Statement gab auch Polizei-Einsatzleiter Jan Peters: „Es hat sich positiv bemerkbar gemacht, dass die Hauptveranstaltung diesmal am Sonntag über die Bühne ging. Auch die Geschäftsleute waren sehr zufrieden. Friedrichstadt und der Veranstalter tun gut daran, so weiterzumachen.“

Ebenso eindeutig das Signal von Bürgermeister Eggert Vogt: „Es sind Diskussionen im Gange, das Fest in diese Richtung zu verschieben.“ Tourismus-Chefin Anke Stecher, die das Fest seit drei Jahren leitet und ihm auch den neuen Namen Lampiontage gegeben hatte, bestätigte das: „Wir sind in Gesprächen mit den Bootsbauern, wollen den Sonnabend-Abend aber nicht ausklammern.“ Der Leiter des städtischen Bauhofes, Ralf Mader, äußerte sich ebenfalls positiv: „Wir haben erheblich weniger Müll auf den Straßen vorgefunden. Aber auch dieses Mal sind wieder einige Straßenschilder auf seltsame Weise verschwunden.“ Wehrführer Birger Thomsen von der Stadtfeuerwehr: „Wegen der Unwetterwarnung hatten wir auf Anweisung unsere Regionalleitstelle im Feuerwehrhaus besetzt. Zu Einsätzen brauchten wir aber nicht auszurücken.“

Nichts Negatives auch von Seiten des Sozialraumträgers „Kompass“ und des Jugendamtes. Jugendschutzkontrollen hätten stattgefunden und stießen wie in den Vorjahren auf bereite Akzeptanz. Security-Einsatzleiter Marco Schramm von der Firma Kruppa berichtete: „Am Freitagabend haben wir eine Gruppe mit hartem Stoff angetroffen – seitdem war alles schlagartig ruhig.“ Tourismuschefin Anke Stecher zeigte sich auch über eines sehr erfreut: „Die Spendenbereitschaft war sehr groß. Da wir großzügig unterstützt wurden, sind wir mit einem sprichwörtlichen blauen Auge davongekommen.“

Bürgermeister Eggert Vogt: „Ich darf feststellen, dass es ein sehr, sehr schönes und ruhiges Fest war .“ Anke Stecher verteilte als Dank an DRK, Feuerwehr, Polizei, Kompass, Sicherheitsdienst und DLRG große Schachteln mit Schokolade. Im Abschluss seiner Ansprache signalisierte Vogt: „Wir unterhalten uns jetzt in anderen Gremien darüber, wie das Stadtfest zukünftig ablaufen soll.“

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