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Tönning : Pläne für Sportareal liegen auf Eis

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Projekt am Rieper Weg: Tönninger Fachausschuss stellt aus Kostengründen Bauleitplanung zurück. CDU setzt sich mit Antrag durch. SPD hält dagegen: Neue Anlage ist wichtig für den Schulstandort.

Manchmal kommt es anders und zweitens als man denkt – in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses der Stadt Tönning stimmte das Gremium mit sechs Ja- und zwei Nein-Stimmen für die Zurückstellung der Bauleitplanung für ein Sportareal auf der freien Fläche hinter der Gemeinschaftsschule. Das Projekt wurde vor allem von der SPD-Fraktion propagiert und vorangetrieben. Den Antrag, die Planungen auf Eis zu legen, hatte Helge Prielipp als bürgerliches Mitglied (CDU) nach kontroverser Diskussion mündlich gestellt. Zuvor hatten die Mitglieder bei zwei Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen mehrheitlich gegen einen Empfehlungsbeschluss für die 19. Änderung des Flächennutzungsplanes gestimmt. Genau handelt es sich dabei um das Gebiet westlich des Sportplatzes am Rieper Weg und westlich des Rieper Sielzuges – westlich der rückwärtigen Grundstücke am Bansiner Weg mit acht Flurstücken und südlich der Eisenbahnlinie. Der weitere Tagesordnungspunkt zur Empfehlung einer 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 20 wurde gestrichen.

Mehrfach hatte sich das Gremium bereits mit der Thematik befasst. Der Planer Gerhard Hinrichs hatte seine Ideen in der April-Sitzung des Ausschusses vorgestellt (wir berichteten). Die hatte er entwickelt, nachdem das Projekt ins Stocken geraten war. Die Gremiumsmitglieder waren übereingekommen, die Vorschläge zunächst noch einmal in den Fraktionen zu besprechen. Stefan Runge (SPD) signalisierte nun, dass er die Lösung des Planers als gut bewerte. Man müsse, so hielt Prielipp dagegen, zuallererst die desolaten Finanzen der Stadt im Auge haben. Für ihn gelte auch in seiner Eigenschaft als TSV-Vorsitzender sowie als Mitglied des Finanzausschusses, dass eine Verlegung des Sportplatzes Friedrichstädter Chaussee an den angedachten Platz ohne potenziellen Investor für die Altfläche indiskutabel sei. „Ich weiß, dass schon interne Planungen vorliegen. Wenn wir hier von mir geschätzte zwölf Millionen Euro verbauen würden, davon einfach mal so eine Million allein für Planungen, dann verstünde ich das nicht. Das Ding ist für unseren Haushalt zu groß. Außerdem sind die in der Planzeichnung vorgesehenen Parkplätze an der falschen Stelle. Sie wären viel zu dicht an der Laufbahn“, so Prielipp weiter.

„Die SPD hat ein Eckpunktepapier in Arbeit. Wir werden ein Gesamtkonzept Ende Juni im Schulausschuss vorstellen. Wir möchten einfach wissen, was machbar wäre“, kündigte Runge an. Er halte daran fest, dass Weiterentwicklung auch in Anbetracht der Schullandschaft wichtig sei. Bürgermeisterin Dorothe Klömmer wies darauf hin, dass der Planer keinen neuen Auftrag erhalten hatte, sondern die Vorschläge im Rahmen der Bauleitplanung selbst gemacht habe. Sie selbst halte es für wichtig, eine in diesem Fall ja nur vorbereitende Bauplanung auf den Weg zu bringen, um nicht im Fall des Falles wieder bei Null anzufangen. Das heiße ja nicht, dass die Stadt gleich bauen wolle oder müsse.

Zum neuen Pausenhof für die Grundschule berichtete Büroleiter Matthias Hasse, dass mittlerweile eine Planerin beauftragt worden sei. Sie sei mit Bauamt und Schule in Kontakt und werde sobald wie möglich Ergebnisse vorlegen.

Die für die Gemeinschaftsschule angeschafften Container sind inzwischen aufgestellt worden. Derzeit werden sie eingerichtet. Die Übergabe wird in etwa 14 Tagen erfolgen können. Die Stadt-Chefin wies auf einen ihr persönlich am Herzen liegenden Termin hin. Am Mittwoch, 29. Juni, wird aufgrund des Engagements von Lehrkräften sowie Eltern aus der Gemeinschafts- sowie Grundschule von 14 bis 19 Uhr im Krankenhaus eine Typisierungsaktion für eine an Blutkrebs erkrankte Mutter von drei Kindern aus Tönning vorgenommen.

Eine Nachfrage des Vorsitzenden des Seniorenbeirates, Heiner Hahn, in der Einwohnerfragestunde konnte der Büroleiter positiv beantworten. „Die Schilder Radfahren verboten werden wieder installiert.“ Bereits vor einem Jahr hatte Hahn angemahnt, dass die „Weiße Brücke“ über den Hafen von sehr schnell fahrenden Radfahrern genutzt wird, weil besagtes Schild abmontiert worden war. Wegen der Enge des Steges wurden Fußgänger oft bedrängt und mussten Platz machen, was für Senioren mit Rollatoren oder Rollstühlen jedes Mal eine Herausforderung war. Die Anordnung der Deinstallation hatte, so Hasse, die Verkehrsaufsichtsbehörde getroffen. Aufgrund erneuter Eingaben werde das nun rückgängig gemacht.

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erstellt am 02.Jun.2016 | 13:00 Uhr

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