Husum : Pläne für eine Moschee im Industriegebiet

Das Gebetszentrum von Ahmadiyya Muslim Jamaat im Treibweg.
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Das Gebetszentrum von Ahmadiyya Muslim Jamaat im Treibweg.

Die Gemeinschaft Ahmadiyya Muslim Jamaat hat im Husumer Industriegebiet ein Grundstück für den Bau einer Moschee erworben.

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23. März 2017, 07:00 Uhr

Husum | Durch ihre Putzaktionen am ersten Tag eines neuen Jahres ist die Glaubensgemeinschaft Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ) vielen Husumerinnen und Husumern bekannt: Denn die Muslime befreien bereits seit Jahren die Innenstadt von Böllerresten und anderem Silvestermüll. Ihr Gebetszentrum haben sich die Muslime im Treibweg 6 in einem ehemaligen Drogeriemarkt eingerichtet. Dort sei es einfach zu klein, erklärt Ghasan Hamid Virk, der Sprecher der Gemeinschaft, auf Anfrage. Deshalb plant AMJ den Bau einer Moschee im Industriegebiet (Otto-Hahn-Straße).

Ein geeignetes Grundstück ist nach seinen Angaben bereits Eigentum der Gemeinschaft, der rund 100 Mitglieder aus Husum und Umgebung angehören. Eine Bauvoranfrage liegt im Rathaus vor. In Deutschland gebe es mehr als 60 Moscheen von Ahmadiyya Muslim Jamaat, erklärt Virk.

Der zuständige Imam für die Muslime im Norden ist Adeel Ahmad Shad. Er berichtet im Gespräch mit den Husumer Nachrichten, dass die Moschee eine Männer- und eine Frauenhalle bekommen soll, in denen dann gebetet wird. Vorgesehen sind außerdem eine Küche, ein Bad und Büros. Ein Minarett für den Gebetsrufer (Muezzin) ist ebenfalls geplant. „Doch sein Ruf wird nicht nach draußen übertragen, sondern nur in der Moschee zu hören sein“, betont Shad.

Drei Umzüge hat dagegen der Verein Islamisches Zentrum Nordfriesland hinter sich: Von der Gurlitt- ging es in die Norderstraße – seit Juni 2016 gibt es ein Gebetszentrum in Osterende. Der Verein zeigt sich offen für verschiedene Strömungen dieses Glaubens. Iftikhar Rajat aus Pakistan ist der Vorsitzende. „Zum Freitagsgebet kommen bis zu 100 Menschen zu uns“, erzählt er auf Anfrage. Im Frühherbst möchte sich der Verein bei einem Tag der offenen Tür vorstellen – unterstützt wird diese Veranstaltung vom Team der Migrationsfachstelle im Diakonischen Werk Husum.

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