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Westküsten-Vogelkiek : „Piep-Show“ im Wattenmeer

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Einmal im Jahr ziehen die Vögel gen Süden. Die meisten von ihnen nehmen dabei die Route über das nordfriesische Wattenmeer und sind daher beim Westküsten-Vogelkiek gut zu beobachten. Dieser beginnt am Donnerstag mit einem erweiterten Programm.

Brüten, „auftanken“, weiterfliegen. Das ist das „Motto“ aller Zugvögel, die bei ihren Langstreckenflügen den Nationalpark Wattenmeer als Raststätte nutzen. Bis zu zwölf Millionen Vögel machen dort jährlich Halt. „Es ist ein Hotspot für alle, die gen Süden ziehen“, erklärt Biologe Christof Goetze von der Schutzstation Wattenmeer. Aus diesem Grund veranstaltet die Nationalparkverwaltung in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund, der Schutzstation Wattenmeer und dem Verein Jordsand den alljährlichen „Westküsten-Vogelkiek“, der diesmal ein erweitertes Programm vom 3. bis zum 6. Oktober bietet.

Höhepunkte bleiben die Bustouren zu Plätzen, wo es immer Vögel zu sehen gibt, informiert Nationalpark-Ranger Martin Kühn. So seien die Gäste immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Angesteuert wird 2013 der Beltringharder Koog. Das Angebot wurde aber deutlich vergrößert: „Mit unserem neuen Konzept laden wir Einsteiger und Profis dazu ein, die Vogelschwärme zu erleben“, sagt Dr. Detlef Hansen, Chef der Nationalparkverwaltung in Tönning. Neben einer Fahrradtour in St. Peter-Ording gibt es eine Führung für Kinder und eine „Piep-Show im Watt“.

Wandervögel können das ganze Jahr beobachtet werden, ergänzt Ranger Kühn. Besonders der Kleinvogelzug sei im Nationalpark gut zu verfolgen. Aber auch Gänse oder taubengroße Wat- und Wasservögel sind dort oft anzutreffen. „Der Oktober ist aber schon die Prime-Time des Vogelzugs“, betont der Ornithologe. Das Naturschutzgebiet im Wattenmeer sei zudem optimal, da die Vögel die Küstenlinie als Wegweiser nutzen.

„Man sollte aber darauf achten, nicht bei Niedrigwasser Ausschau zu halten“, erklärt der Biologe Goetze. Denn die Vögel könnten dann nicht nach Nahrung fischen. Ist das der Fall weichen sie auf die Deiche aus, um sich dort auszuruhen. „Die Routen für die Vogelbeobachtung sind aber so gelegt, dass Störungen für die Vögel vermieden werden“, versichert Detlef Hansen. Besucher würden so bis zu 100 verschiedene Vogelarten pro Tag zu sehen bekommen.

Ein bisschen Zeit sollten die Vogelfreunde aber mitbringen, denn „Geduld ist ein guter Begleiter“, meint Martin Kühn. Es sei aber versucht worden, die Veranstaltungen zeitlich so zu begrenzen, dass auch Anfänger dieses Naturphänomen genießen können.

Für alle Termine wird wetterfeste Kleidung empfohlen. Für die Verpflegung während der Bustouren ist gesorgt. Wer Interesse hat, sollte sich in der Nationalverwaltung in Tönning (Telefonnummer 04861/6160) anmelden. Eine Programmübersicht gibt es im Nationalpark-Haus am Husumer Binnenhafen oder im Internet www.nationalpark-wattenmeer.de/sh.

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erstellt am 01.Okt.2013 | 07:00 Uhr

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