Mehr Geld für Welt : „Pflichtaufgaben kosten zu viel Geld“

Über einen Geldsegen würde sich die Gemeinde Welt freuen.
Über einen Geldsegen würde sich die Gemeinde Welt freuen.

Die Gemeinde Welt rechnet im Haushalt für 2018 mit einem Defizit von knapp 200.000 Euro. Für Wegeunterhaltung sind in diesem Jahr 50.000 Euro eingeplant.

shz.de von
25. Januar 2018, 11:00 Uhr

Mit einer Schweigeminute für den vor wenigen Tagen verstorbenen Gemeindevertreter Klaus-Peter Hechmann eröffnete Bürgermeister Dirk Lautenschläger die Sitzung der Welter Gemeindevertreter. „Klaus-Peter war seit Juni 2014 dabei und hat sich sehr stark für unsere Kommune eingesetzt. Wir danken ihm dafür“, würdigte er den Verstorbenen. Zu seinem Nachfolger verpflichtete er Dirk Meister per Handschlag.

Dann stellte das Gremium die Weichen für das Jahr 2018: Es segnete den Haushaltsplan ab. „Es wird sich wohl ein Jahresfehlbetrag von 188.100 Euro ergeben“, sagte der Bürgermeister. „Die Pflichtaufgaben kosten einfach zuviel Geld. Die Umlagen steigen um 8,64 Prozent. Wir werden wieder Schlüsselzuweisungen vom Land erhalten, die gegenüber dem Vorjahr um 17.300 Euro höher liegen.“

Die wichtigsten Veränderungen gegenüber dem Vorjahr erläuterte Hannelore Borchers von der Amtsverwaltung. Eine Kreditaufnahme von 19.000 Euro sei für Investitionen vorgesehen. Für die Unterhaltung des unbeweglichen Vermögens, explizit für die Reparatur des Zaunes am Sportplatz, sind 4500 Euro eingeplant worden, ferner für die Sanierung des Parkplatzes am Gemeindehaus 5000 Euro sowie für die Erneuerung der Abstellschuppen und Kauf einer Einbauküche 12.000 Euro. Für den Zweckverband Feuerlöschwesen wurden 16.700 Euro eingestellt. An den Brandschutz-Kosten beteiligen sich auch die Gemeinden Vollerwiek und Grothusenkoog.

Der Ansatz für den Kostenanteil Kindergärten erhöht sich um 12.000 Euro auf 52.000 Euro. Der Betrag richte sich, so Borchers, nach der Anzahl der Jungen und Mädchen aus der Gemeinde, die einen Kindergarten besuchen. Für das Erstellen eines Kanalkatasters sind erneut 14.500 Euro eingeplant worden, da die Maßnahme im vergangenen Jahr nicht durchgeführt worden war. Für die dringend nötige Räumung der Vorflutgräben sind 10.000 Euro vorgesehen. Die Unterhaltungsarbeiten an Straßen, Wegen und Plätzen werden voraussichtlich mit 50.000 Euro zu Buche schlagen. Für die Instandhaltung der Brücken sind erneut 34.500 Euro eingeplant, da diese Arbeiten verschoben worden sind. Für die Anschaffung eines neuen Spielgerätes auf dem Spielplatz sind voraussichtlich 5000 Euro nötig. Das Friedhofsdefizit muss mit 4600 Euro an den Zweckverband ausgeglichen werden. Die Beiträge zur Lokalen Tourismus-Organisation St. Peter-Ording / Eiderstedt und an den Nordsee Tourismus Service betragen voraussichtlich 4600 Euro.

Weiter votierten die Gemeindevertreter für eine Änderung der Hauptsatzung der Gemeinde. Demnach werden künftig neue Bauleitpläne der Gemeinde auf der Homepage des Amtes Eiderstedt veröffentlicht.







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