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Trubel in Schwabstedt : Pfingstmarkt künftig an drei Tagen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Veranstalter wollen die Neuerung für das Schwabstedter Traditionsfest beibehalten. Sie verzeichneten mehr Besucher als im Vorjahr.

Der Schwabstedter Pfingstmarkt hat eine sehr lange Tradition – aber erstmals wurde er anlässlich seiner 130. Ausgabe drei Tage lang gefeiert – und das soll auch künftig so sein. Der Sonnabend wird miteinbezogen. „Es sind alle vollauf zufrieden“, betonte Bürgermeister Jürgen Meyer am Pfingstmontag hocherfreut. „Auf unserer Zwischenbesprechung am Vormittag haben sich die Schausteller und die Aussteller in diesem Sinne geäußert.“ Organisator des bunten Festes ist die Gemeinde Schwabstedt.

Laut und rhythmisch wurde der Pfingstmarkt an der Treene am Pfingstsonnabend von der Drumband des Hattstedter Spielmannszuges eröffnet. Bürgermeister Meyer ließ es sich nicht nehmen und stieg in eines der Fahrzeuge des Autoscooters, der seit nunmehr 14 Jahren auf dem Jahrmarkt dabei ist. „Zu Pfingsten war Schwabstedt schon immer ein Ausflugsziel“, betonte der Gemeinde-Chef bei der Eröffnung. „Ob zum Tanz im Lehmsieker Wald, im Fährhaus oder im Hotel zur Treene – hier trifft man sich und feiert seit Menschengedenken. Vor Beginn der Motorisierung kamen unsere Besucher mit Bahn und Schiff hierher. Die Bahn war damals sehr innovativ und nutzte wegen fehlender Transportkapazität auch Güterwagen für den Personentransport.“

Dann spendierten die Autoscooter-Betreiber die erste Fahrt. Der Bürgermeister schlenderte danach in Begleitung seiner Ehefrau Tina zum Hubschrauberlandeplatz, um Schwabstedt einmal im Flug von oben zu genießen.

Auf der langen Festmeile entlang des Treene-Ufers gab es viele Stände für das leibliche Wohl, eine „Gifthütte“, Autoscooter, Twister, Kinderkarussell, Entenangeln und vieles mehr. Der Traditionsmarkt bestach aber nicht allein durch seine bunte Meile, sondern er bietet seit eh und je auch ein vielfältiges kulturelles Programm: So waren Kunsthandwerker aus dem ganzen Land im Treenehaus mit ihren Ständen vertreten, das Dr.-Hans-Meyer-Heimatmuseum hatte geöffnet und dort – beim „Jahrmarkt en miniature“ – bewegte und drehte sich alles wie draußen in Natura. Ausgestellt wurden diesmal Exponate aus dem Nachlass des verstorbenen Schwabstedter Kraftfahrzeugmeisters und emsigen Tüftlers Karl-Heinz Fröhlich, von Hans-Werner Fuhrmann aus Süderstapel und Ulrich Harder aus Koldenbüttel.

Zum Pfingstmarkt zählt auch stets der Riesen-Frühflohmarkt auf dem gesamten Treene-Vorland am Pfingstsonntag sowie die vielen Oldtimer aus dem ganzen Land am Montag. Das große Feuerwerk lockte am Sonntag noch einmal zusätzlich Besucher an.

Für einen reibungslosen Fahrzeugverkehr sorgte ein Netz von Einbahnstraßen – in diesem Jahr wurden dabei im Gegensatz zum Vorjahr auch keinerlei Verstöße festgestellt. Eine Security sorgte für die Sicherheit, den ehrenamtlichen Sanitätsdienst übernahm die DLRG Schwabstedt, die von ihren hauptamtlichen Kollegen der Rettungswache in Norderstapel für ihren Einsatz gelobt wurden.

Bürgermeister Jürgen Meyer zeigte sich zufrieden: „Wir haben hier einen friedlichen Festverlauf und wieder viele Besucher.“ Der größte Ansturm wurde jeweils an beiden Pfingsttagen ab 13 Uhr registriert. „Für den Pfingstmontag ist dieser frühe Andrang eher ungewöhnlich“, sagte der Gemeinde-Chef, während gerade die Oldtimerautos auf die „Meile“ rollten. Und noch etwas bestätigte er mit großer Zufriedenheit: „Die Besucherzahlen des Vorjahres sind übertroffen. Unsere Entscheidung für den Sonnabend war voll umfänglich richtig.“

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