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Auftrieb im Tönninger Schlosspark : Pferdehandel wie anno dazumal

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Tönning zog wieder viele Besucher mit seinem Peermarkt an – auch der Wettergott spielte mit. Sehnsüchtig betrachteten viele Kinder, vor allem Dingen Mädchen, die großen und kleinen Vierbeiner.

Das dritte August-Wochenende ist in Tönning für Jahr- und Peermarkt reserviert. Auch wenn es gestern am frühen Morgen nicht so ausgesehen hatte: Die Sonne bahnte sich pünktlich zur Eröffnung des Peermarkts im Schlosspark am späten Vormittag ihren Weg durch die Wolken, und sie blieb. Zogen am Freitag und am Sonnabend bereits der Jahrmarkt und das Feuerwerk im Schlossgarten viele Gäste in die Eider-Stadt, so war das Erlebnis Pferdehandel noch einmal ein besonderer Anziehungspunkt.

Rund 80 Pferde und Ponys standen zum Verkauf parat. So manches Kind hätte gern eines mitgenommen. So erging es der zwölfjährigen Tanja Kaufmann aus Heide. Sie schlenderte mit ihren Eltern an den in Reih und Glied stehenden Tieren vorbei. „Das Pony würde mir gefallen“, machte sie keinen Hehl aus ihrem Wunsch. Rasch wurde sie auf den Boden der Tatsachen geholt, denn eine Mietwohnung hat nun einmal keine Koppel zu bieten. Auch die neunjährige Malena Sievers aus Husum hätte gerne ein Pferd mit nach Hause genommen. Doch auch bei ihr blieb es Wunschdenken.

Andere stürzten sich in das kunterbunte Rahmenprogramm im Schlosspark. Oldtimer-Trecker, Kunsthandwerk, Stände mit Reiterzubehör, viele Aktionen für die Kinder und Budenzauber waren die Renner – nicht zuletzt die musikalischen Höhepunkte. So gaben die Sänger – und eine Akkordeonspielerin – des Shanty-Chores „ Die Eiderenten“ ein Konzert. Die Folkgruppe „Hüttenfolk“ aus den Hüttener Bergen machte ebenfalls gute Laune mit ihrer Musik. Fetzige Tanzvorführungen von der Husumer Tanzschule „Dance & Fun“ rissen das Publikum mit. Auch die Klänge des Musikzuges der Feuerwehr Looft zog noch einmal viele Zuhörer in ihren Bann.

Bürgervorsteher Jan Diekmann hatte den mittlerweile 25. Markt dieser Art zuvor eröffnet. Er bedankte sich bei allen Ehrenamtlern, bei Sponsoren und Schaustellern sowie bei den Bauhof-Mitarbeitern und dem Team der Tourismus-Verwaltung. Der erste Peermarkt habe 1828 stattgefunden. Eine Pause gab es von 1960 bis 1991. 1952 sei der Markt der größte in Schleswig-Holstein mit gut 1500 Pferden im Verkauf gewesen. „Machen Sie den Markt lebendig und genießen sie alle Angebote“, regte Diekmann an. Festlich ging es beim Gottesdienst in der St.-Laurentius-Kirche mit Pastorin Gisela Mester-Römmer zu. Die „Der Kleine Chor“ wirkte dabei mit.

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