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Husumer Nachrichten

17. November 2017 | 20:33 Uhr

Tönning : Per Handy Parkticket lösen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Tönninger Hauptausschuss spricht sich für moderne Technologie aus. Künftig sollen Autofahrer ihren Parkobolus auch per Handy oder Smartphone zahlen können.

Mit der technischen Entwicklung mitzugehen, ist den Mitgliedern des Hauptausschusses der Stadt Tönning wichtig. Jedenfalls sprachen sie sich grundsätzlich für die Einrichtung eines mobilen Bezahlsystems an den Parkautomaten aus. Dabei handelt es sich um ein zusätzliches Angebot für die Nutzer. Sie können per Smartphone oder Handy die Bezahlung der Parkgebühren online auf den Weg bringen, wie Büroleiter Matthias Hasse erläuterte. Per GPS wird der Standort ermittelt. Das Computersystem erfasst dann am Ende automatisch, wie lange das Fahrzeug geparkt wurde. Anders als bei der manuellen Anforderung des guten alten Parkscheins per Münzeinwurf, was übrigens auch weiterhin möglich ist, würde in den geparkten Autos kein Zettel deponiert. Der Kontrolleur könnte aber mittels eines elektronischen Gerätes prüfen und auch ablesen, dass per Online-Verfahren bezahlt wird.

„Jeder könnte das mobile Bezahlsystem nutzen, muss es aber nicht. Es wäre nur ein zusätzliches Angebot der Stadt“, so Hasse. St. Peter-Ording werde in Kürze ein solches System in Betrieb nehmen. Das Gute sei daran, dass es für die Stadt eine Null-Nummer werde, denn die zusätzlichen Gebühren für den Service erhält allein der Anbieter, der auch die Kosten für die Installation der Technik trägt.

„Mir ist das zwar alles fremd, aber wenn das die Stadt nichts kostet, ist das in Ordnung“, so Stefan Runge (SPD). Dennoch frage er sich, ob das für das relativ überschaubare Tönning überhaupt nötig täte. „Mir ist das nicht fremd. Man findet ein mobiles Bezahlsystem mittlerweile in vielen Städten. Ich nehme das zwar nicht in Anspruch, aber wenn es uns nichts kostet, wäre das ein gutes Angebot für unsere Gäste“, so Hans-Joachim Teegen (CDU).

Bevor es um die Absegnung der Empfehlungsbeschlüsse für die Festsetzung der Erschließungsbeiträge sowie des Kaufpreises im zweiten Bauabschnitt des Bebauungsplans Nr. 19 in der Paul-Dölz-Straße ging, wandte Stefan Runge ein, dass er sich gewünscht hätte, dass die Themen im Bau- sowie Finanzausschuss besprochen worden wären. Das wäre, so der Büroleiter, normalerweise auch passiert, allerdings habe man die Bauwilligen nicht länger warten lassen wollen. „Es ist erfreulich, dass alle 24 Grundstücke bereits reserviert sind“, so Hasse. So empfahl der Ausschuss nach Erläuterungen durch den Sachbearbeiter Dirk Hansen vom Amt Eiderstedt jeweils einstimmig die Festsetzung eines Erschließungsbeitrages von 74,99 Euro pro Quadratmeter Geschossfläche, der einem Beitrag pro Quadratmeter Grundstücksfläche von 30 Euro bei einer Geschossflächenzahl von 0,4 und 37,50 Euro bei 0,5 entspricht, sowie eines Kaufpreises von 71,25 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche.

Bürgermeisterin Dorothe Klömmer berichtete, dass die neue Tourist-Info am Marktplatz am 17. Juni mit einem Tag der Offenen Tür eingeweiht wird.

Das Thema Beförderung von Schülern mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Dithmarschen zur Eider-Treene-Schule in Tönning beschäftige demnächst die Hauptausschüsse der Kreise Dithmarschen und Nordfriesland, sagte sie. „Die Eltern lassen nicht locker. Ich bewundere ihr Durchhaltevermögen und die Standfestigkeit“, so Klömmer.

Viele Spaziergänger würden sich über freilaufende Hunde im Katinger Watt beklagen. Um eine rechtliche Handhabe gegen die Besitzer zu haben, müsste eine Satzung erlassen werden. Ob das allerdings Sinn mache, bleibe fraglich, so Klömmer. Es scheitere allein an der praktischen Umsetzung von Kontrollen. Die Ausschuss-Mitglieder signalisierten Zustimmung. „Wir sollten das ad acta legen“, so der Vorsitzende Peter Tetzlaff.

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