zur Navigation springen

Penny-Mitarbeiter wehren sich gegen Verschlechterung der Arbeitsbedingungen

vom

shz.de von
erstellt am 15.Aug.2013 | 03:09 Uhr

Husum | Es ist ungewöhnlich ruhig in den Penny-Märkten in Bredstedt, aber auch in der Filiale der Bredstedter Straße in Husum. Derzeit seien Ersatzkräfte im Einsatz, erklärte eine Mitarbeiterin in der Storm-Stadt. Grund hierfür sei der Streik, zu dem die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ihre Mitglieder aufgerufen hatte. Allerdings wurde den Streikenden untersagt, auf dem Gelände zu demonstrieren.

"Die Arbeitgeber haben den Verhandlungstisch am 3. Juni ohne neuen Termin verlassen", sagt Gewerkschaftssekretär Wilfrid Lunow. Nachdem der Tarifvertrag abgelaufen und durch Verdi aufgekündigt worden war, hatte die Arbeitgeberseite mit einer Kündigung des Manteltarifvertrages reagiert, so Lunow weiter. "Derzeit bewegen sich die Bediensteten im tariflosen Raum." Für weitere Verhandlungen hätten die Arbeitgeber Vorbedingungen gestellt.

"Ein Angebot über eine Entgelterhöhung soll es nur geben, wenn Verdi einer Verschlechterung der Eingruppierung für künftige Beschäftigte an der Kasse zustimmt. Ferner soll eine Niedriglohngruppe für ,Waren-Verräumung eingeführt und die Arbeitszeit weiter flexibilisiert werden", erläutert Lunow.

Für Kassiererinnen würde das nach Lunows Berechnungen 180 Euro weniger im Monat bedeuten. "Beschäftigte erster und zweiter Klasse im Einzelhandel lehnen wir aber kategorisch ab", sagt Lunow. Die Arbeit müsse nicht flexibler, sondern planbarer werden. Unterstützung bekommt Lunow vom stellvertretenden Landesleiter Verdi Nord, Conny Töpfer. "Wir erwarten, dass die Arbeitgeber an den Verhandlungstisch zurückkehren." Für die etwa 90 000 Beschäftigten im Einzelhandel in Schleswig-Holstein fordert die Arbeitnehmer-Vertretung eine Erhöhung der Entgelte um 6,5 Prozent, mindestens aber 140 Euro. Des Weiteren solle es eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung um zehn Prozent geben und keinen Stundenlohn unter 8,50 Euro, so Lunow und Töpfer. Annette Leuchter, Verkaufsleiterin Nord, war zu einer Stellungnahme nicht bereit, und die Zentrale in Köln teilte auf Anfrage mit, sie beziehe nur schriftlich Stellung.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen