Marschbahn : Pendler-Entschädigung: Land soll dazubezahlen

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Auch das Land soll Geld dazugeben, um die Marschbahn-Pendler zu entschädigen, fordert die SPD-Kreistagsfraktion.

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15. März 2018, 10:00 Uhr

Die seit Langem durch Ausfälle, unpünktliche Züge und andere Missstände gebeutelten Marschbahn-Pendler sollten in stärkerem Umfang entschädigt werden als bisher vom Land vorgesehen. Dafür macht sich die SPD-Fraktion im nordfriesischen Kreistag stark. In dessen nächste Sitzung am 23. März bringt sie einen Resolutionsantrag zu diesem Thema ein. Darin wird die Landesregierung aufgefordert, jene Strafzahlung, die die Deutsche Bahn (DB) wegen der vielen Verspätungen ans Land zahlen muss, um den gleichen Betrag aufzustocken und dann an die geschätzt mehr als 4000 Sylt-Pendler auszuschütten.

Der Hintergrund: Die Sozialdemokraten sehen das Land ebenso in der Verantwortung für die Marschbahn-Misere wie die DB. Das machten die stellvertretenden SPD-Fraktionsvorsitzenden Carsten F. Sörensen und Siegfried Puschmann gegenüber unserer Zeitung deutlich.

Die DB hatte eine Sondervertragsstrafe des Verkehrsministers Bernd Buchholz in Höhe von 350 000 Euro für den Monat Februar akzeptiert (wir berichteten). Rückwirkend für das 2017 stehen für Monatskarteninhaber 50 Euro für die zweite und 75 Euro für die erste Klasse in Rede.

„Angesichts der physischen und psychischen Belastungen für die Pendler ist das nur ein Tropfen auf den heißen Stein“, sagt Puschmann. Nach Auffassung der SPD-Kreistagsfraktion sollte das Land die Summen aufstocken, „um zumindest anzuerkennen, dass es auch Versäumnisse der Landesregierungen gegeben hat – vermutlich schon bei der Ausschreibung“. Angesichts einer „gewissen Mitverantwortung“, so Sörensen und Puschmann, und vor dem Hintergrund sprudelnder Steuereinnahmen für das Land könne den Bürger insofern durchaus etwas zurückgegeben werden – und etwas mehr als nur ein symbolischer Betrag.

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