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Drei Tage buntes Programm : Peermarkt ein Besucher-Magnet

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Tönning feierte drei Tage lang den traditionellen Peermarkt. Gut 80 Pferde aller Rassen standen zum Verkauf. Doch auch das Rahmenprogramm überzeugte. Neben einem Jahrmarkt gab es auch viele Aufführungen.

Drei Tage lang stand Tönning im Zeichen des traditionellen Peermarktes. Er läutete, zumindest was den Sonntag betraf, zugleich schon fast den Herbst vor dem Ende des meteorologischen Sommers ein. Trotz beinahe ununterbrochenen Regens, ließen sich Gäste und Einheimische nicht abschrecken. Das Motto hieß: „Her mit dem Nordfriesennerz“. Bekanntlich gibt es ja auch kein schlechtes Wetter, sondern nur unzweckmäßige Bekleidung.

Zog am Freitag sowie Sonnabend bereits der Jahrmarkt und das von den Schaustellern organisierte Feuerwerk im Schlossgarten viele Besucher in die Eiderstadt, so war das Erlebnis Pferdehandel nach alter Tradition noch einmal ein besonderer Anziehungspunkt. Gut 80 Pferde aller Rassen – dabei auch Ponys – standen zum Verkauf bereit. Wie in alten Zeiten gingen die Geschäfte per Handschlag über die Bühne. So manches Kind schaute den Tieren sehnsüchtig in die Augen. Wer hätte nicht gern ein eigenes Pony oder Pferd. So erging es zumindest der 13-jährigen Nele Simon aus Stuttgart. Sie war mit ihrer Schwester Karin bei ihrer Großmutter zu Besuch. „Das Pferd würde ich sofort kaufen, wenn ich auf einem Bauernhof leben würde und Geld hätte“, verriet sie ihrer Oma. Auch die neunjährige Male Böker aus Wolfenbüttel konnte sich kaum von einem der Pferde in der Reihe trennen. Zusammen mit ihrer Mutter Melanie machte sie wie jedes Jahr Stippvisite in der Eiderstadt. Danach zog es sie – wie viele andere auch – zum bunten Jahrmarkttreiben auf dem Marktplatz. Andere stürzten sich in das kunterbunte Rahmenprogramm im Schlosspark.

Faszination übte das Pokalringreiten der Tönninger Ringreitergilde von 1823 sowie des Ringreitervereins „Jung Tönning“ aus (wir berichten gesondert). Helge Prielipp moderierte launig und verpackte darin viele Informationen zum Traditionssport. Wegen der Witterung waren diesmal nur zwölf Besitzer von Oldtimer-Treckern aus verschiedenen Vereinen der Region angerollt. Technikfreaks bestaunten die Urgesteine der Äcker. Ansonsten waren Kunsthandwerk, Stände mit Reiterzubehör, reichlich viele Aktionen für die Lütten, organisiert von Udo Radtcke, Leiter des Jugendzentrums Tönning und einigen Jugendlichen, sowie Budenzauber die Renner, nicht zuletzt die musikalischen Highlights. So gaben die Sänger des Shanty-Chores „Eider-Enten“ mit ihrem musikalischen Leiter Hans Wolff ein viel umjubeltes Konzert. Mitsingen und –schunkeln zur besten Frühschoppenzeit war sogar mit Regenschirm angesagt. Das „Whistle-Folk-Duo“ mit Urte Eggers und Rolf Lindhorst aus Glückstadt begeisterte mit irischem Folk, aber auch Blues und Beatles-Titeln. Gut an kamen die Akteure des Blasorchesters Itzehoe von 1980 mit ihrer bunten Mischung aus Marsch- bis hin zu Swing-Musik. Weiterer Höhepunkt war die Bow-Riders-Show mit Rosa Struwe.

Bürgervorsteher Stefan Runge hatte das bunte Treiben eröffnet. Er bedankte sich bei allen Ehrenamtlern für die praktische Hilfe, Sponsoren und Schaustellern für die finanzielle Unterstützung sowie Bauhofmitarbeitern und dem Team der Tourismus-Verwaltung.

Festlich ging es beim Open-Air-Gottesdienst mit Pastorin Gisela Meester-Römmer und ihrem dänischen Amtskollegen Mathias Skaerved zu. Angesichts einsetzender Schauer verkürzten sie die Liturgie. Treue Kirchgänger aller Altersklassen verharrten trotzdem bis zuletzt still auf den Bänken.

Den interessierten Fragen der Tönninger Bürger stellten sich Bürgermeisterkandidatin Dorothe Klömmer und –kandidat Stefan Runge. „Uns haben viele gezielte Fragen gestellt“, so Runge. Den Peermarkt gibt es übrigens seit 1828 mit einer Pause von 1960 bis 1991. 1952 war der Markt der größte in Schleswig-Holstein mit gut 1500 Pferden.

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