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Fortsetzung am 10. Juni : Pause bei Sanierung des Husumer Hafens

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Sanierungsarbeiten im Husumer Hafen sind unterbrochen worden. Ursache: Das aus dem Grund bereits herausgebaggerte und in riesige Schläuche gefüllte Sediment entwässert langsamer als erwartet.

shz.de von
erstellt am 28.Mai.2014 | 12:00 Uhr

Vor einer Woche war man in Husum noch von einer längeren Zwangspause für den Hafen ausgegangen. Aufgrund umfangreicher Sanierungsarbeiten sollte der reguläre Sperrwerksbetrieb zwei Wochen lang ruhen und dauerhaft Hochwasser herrschen. Nun wird eine Pause von der Pause erforderlich. Ab Mittwoch, 28. Mai, unterliegt der Hafen wieder der normalen Tide. Erst vom 10. bis voraussichtlich zum 20. Juni bleibt das Wasser im Hafen dauerhaft aufgestaut. „Bis dahin bleiben die Bauarbeiten im Hafen eingefroren“, wie Bauingenieurin Birgit Knudsen vom Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN-SH) erklärt. Ursache: Das aus dem Hafengrund vor dem Dockvorhafen bereits herausgebaggerte und in riesige Geotextilschläuche gefüllte Sediment entwässert darin langsamer als von den Experten erwartet. Zwar werden dafür spezielle Bindemittel zugegeben und es gibt einschlägige Erfahrungen, eine Standardbaustelle ist der Husumer Hafen aber nicht. „Bei der Entnahme und Verbringung von 38.000 Kubikmetern Sediment lässt sich nicht alles genau durchplanen. Bevor eine zweite Sedimentschicht aufgelagert wird, muss das Sediment in der unteren Schicht mehr entwässern. Das wird nun noch zwei Wochen dauern“, erklärt die Ingenieurin. Während der kommenden 14 Tage ist Husums Hafen also wie üblich schiffbar. Die am Zulauf der Mühlenau am Zingel und am Porrenkoogsiel installierten Pumpen werden zunächst nicht mehr eingesetzt. Die Hafenanlieger und die Hafenrunde, in der die Anlieger alle wichtigen Entwicklungen des Husumer Hafens gemeinsam erörtern wurden über die Verzögerung ebenso informiert wie die Wasser- und Bodenverbände. Die Entnahme des Sedimentes im Dockvorhafen ist erforderlich, weil Grenzwerte für das früher in Schiffsanstrichen verwendete Tributylzinn im Sediment überschritten werden. Am Ende der Baumaßnahme wird der Hafengrund durch Sand ersetzt. Damit bleibt die Standsicherheit der Spundwände gewährleistet.

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