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Gemeinsame Position: : Parteien fordern: Keine Hähnchenmast-Anlage

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

In einer gemeinsamer Erklärung stellen sich CDU, SPD, FDP und SSW gegen den Plan eines dänischen Unternehmers, der in Langenhorn eine Hähnchenmast-Anlage bauen will. Sie fordern den Gemeinderat auf, den Antrag abzulehnen.

Vier Parteien in Langenhorn sind sich einig: Sie wollen auf gar keinen Fall eine Hähnchenmast-Anlage im Dorf. In einer gemeinsamen Erklärung fordern CDU, SPD und SSW Langenhorn sowie die FDP Mittleres Nordfriesland die Gemeindevertretung auf, den Antrag des dänischen Unternehmers zum Bau von vier Hallen zur Massentierhaltung abzulehnen.

„Die Gemeinde ist bemüht, ihren ländlichen Charakter zu erhalten, dabei aber die Wohn- und Lebenssituation zu verbessern und die Landschaft in ihrer Art weitestgehend zu erhalten“, heißt es in dem Schreiben. In dem geplanten Bereich seien im Repowering-Verfahren der Windenergie-Erzeugung Windmühlen mit dem Hinweis auf den Erhalt des charakteristischen Landschaftsbild abgebaut worden. „Da wirkt es wenig glaubwürdig, wenn in dem gleichen Gebiet eine Hähnchenmast-Anlage in einer Dimension mit 160 000 Tieren genehmigt wird.“

Vorbehaltlich aller einzuhaltenden Gesetze und Verordnungen sei die Gemeinde kein Standort, in dem industrielle Aufzucht von Masthähnchen gewünscht ist, heißt es weiter in der Erklärung. Als Argumente werden stichpunktartig aufgeführt: Steigerung des Verkehrsaufkommens, Geruchsbelästigung beim Ausmisten der Ställe und Beeinträchtigung der Wohnqualität durch Emissionen. Da es sich weder um einen Langenhorner Betrieb handele, noch der Betriebssitz in Langenhorn sei, hätte die Gemeinde noch nicht einmal einen wirtschaftlichen Vorteil, heißt es abschließend in der Erklärung.

Am Mittwoch (12. Februar)  tagt die Gemeindevertretung in Langenhorn. Die öffentliche Sitzung beginnt um 19.30 Uhr in der Gaststätte Ingwersen. Dann wird sich zeigen, ob der Gemeinderat der Aufforderung folgt.

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