CDU fordert Prüfung neuer Variante : Parkplatz-Planung auf Eis

Oben oder unten? Wo die neue Stellfläche am Bahnhof entstehen soll, ist noch unentschieden.
Oben oder unten? Wo die neue Stellfläche am Bahnhof entstehen soll, ist noch unentschieden.

Der Ausbau der Stellfläche im Bereich Harmsens Koppel am Husumer Bahnhof verzögert sich.

23-10925294_23-55398006_1381138902.JPG von
04. März 2018, 16:00 Uhr

Parkplätze sind Mangelware in Husum, zumindest, bis das neue Parkhaus am Shopping-Center in einem Jahr – hoffentlich – seine Tore öffnet. Um ein wenig Abhilfe zu schaffen, wird seit längerem geplant, den Bereich Harmsens Koppel in Rödemis südlich der Marschbahngleise als Parkplatz auszubauen. Zu diesem Zweck bat Bauamtsleiter Jörg Schlindwein auf der gemeinsamen Sitzung des Bau- sowie des Umwelt- und Planungsausschusses, darum, dass die Politik 65 000 Euro dafür frei gibt, um die sogenannte Ausführungsplanung zu beginnen. Insgesamt sind für 2018 1 000 000 Euro für das Projekt in den Haushalt gestellt. „Die Überprüfung auf Kampfmittel war schon negativ“, so Schlindwein. „Jetzt brauchen wir Mittel für die lärmtechnische und die Altlasten-Untersuchung sowie für die Planung der Möglichkeiten für den Straßenbau.“

Doch mit dieser Bitte stieß der Bauamtschef bei Alfred Mordhorst (CDU) auf taube Ohren. Bevor Geld freigegeben werde, müsse man sich zunächst darauf einigen, welche Variante des Parkplatzbaus man nun wolle. Das solle in der kommenden Sitzung geschehen, so Mordhorst weiter. Denn neben der von der Verwaltung favorisierten Version, den bisher als „wilde Stellfläche“ genutzten Bereich auf dem Bahndamm mit einer Rampe zu versehen und zu einem offiziellen Parkplatz für Pendler zu machen, hatte die CDU im September die Idee gehabt, den Damm zum Teil abzutragen und den Parkplatz ebenerdig anzulegen.

Und genau das brachte Mordhorst erneut ins Spiel. „Das ist schneller und billiger – und zugleich ließe sich bei dieser Variante auch der Tunnel unter den Gleisen verkürzen, der ein ständiger Angst-Raum für viele ist.“ Wenn erst einmal eine Ausführungsplanung für die andere Version auf dem Tisch sei, wäre man doch festgelegt. „Dann heißt es, da haben wir ja eh schon so viel Geld reingesteckt.“

Auf viel Gegenliebe stieß der Vorschlag nicht, weder bei der Verwaltung noch bei der SPD. Ulf von Hielmcrone (SPD), der Vorsitzende des Umwelt- und Planungsausschusses, gab zu bedenken, dass „Züge schwer sind – und bei einer Abtragung bis an das Marschbahngleis wird sicher die Stabilität des Bahndamms beeinträchtigt“. Das müsse doch erst ganz genau geprüft werden. Auch der Bauamtsleiter zeigte sich wenig erfreut: „Wenn wir das jetzt alles untersuchen, müssen wir zurück und ganz neu anfangen – und das wird dauern.“ Auch bei den dann umso komplizierter werdenden Verhandlungen mit der Bahn: „Da reden wir mit acht verschiedenen Untergesellschaften, die zuständig sind.“ Und Bürgermeister Uwe Schmitz wies mit ernster Stimme ebenfalls darauf hin, dass die zur Entscheidung eingebrachte Vorlage auf Basis der bisherigen Beratungen erstellt worden sei: „Dem Gremium hier muss klar sein, dass es zu einer erheblichen Zeitverzögerung kommt, wenn es jetzt keinen Beschluss darüber gibt.“

Tatsächlich gab es den nicht – das Thema wurde mehrheitlich auf die nächste Bauausschusssitzung verschoben. sp

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen