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84.000 Euro investiert : Park-Chaos in Breklum beendet

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

61 neue Stellplätze rund um den Kindergarten und das Feuerwehr-Gerätehaus hat die Gemeinde Breklum gebaut. Grund war ein Feuer im Vorjahr, als die Retter verspätet ausrückten, da sie eingeparkt waren.

Künftig dürfte es entspannter zugehen beim Parken am Gemeindezentrum Breklum in der Straße Am Osterbach. Davon ist nicht nur Bürgermeister Heinrich Bahnsen überzeugt, sondern auch die Leiterin des Kommunalen Kindergartens, Brigitte Dethlefsen mit ihrem 17-köpfigen Team, nicht zuletzt der Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Breklum, Ernst Georg Nommsen. In dem Domizil sind im südlichen Teil Kindertagesstätte, im nördlichen Feuerwehrgerätehaus nebst Nebenräumen untergebracht. Der Gemeinde-Chef übergab nun nach erfolgter Neugestaltung des Areals im nördlichen Bereich 13 neue Parkplätze an die Mitarbeiterinnen der Kindertagesstätte zur Nutzung, 35 weitere zu den bisher fünf vorhandenen an die Blaujacken sowie weitere 13 inklusive eines Behindertenparkplatzes für die Öffentlichkeit.

Ein kleiner Teil der Grünfläche der Festwiese musste zwar dafür weichen, doch der Großteil soll wie bisher für öffentliche Veranstaltungen sowie als grüne Dorfoase erhalten bleiben. 84.000 Euro war den Gemeinderatsmitgliedern die Investition wert. Nach Empfehlung des Fachausschusses hatten sie kürzlich dafür votiert. „Es werden in Kürze noch anteilige Fördermittel über die Aktiv-Region fließen“, betonte der Gemeinde-Chef. Was noch fehlt, sind die Beschilderungen. Die werden aber demnächst installiert sein. Damit gebe es dann, so der Bürgermeister, künftig keine zwei Meinungen mehr, wer wo parken dürfe.

Auf die zunächst angedachte Installation einer Schranke in der Einfahrt, sei, so Bahnsen, zunächst aus Kostengründen verzichtet worden. Diese sollte den nicht öffentlichen Teil der Parkflächen „abschotten“. „Wir wollen erst mal ein Jahr lang testen, ob alles reibungslos funktioniert“, so der Wehrführer. Sollte doch nachgerüstet werden müssen, lägen die Elektroanschlüsse dafür bereits parat. Zudem sei ein neuer Stromkasten angebracht worden.

Anlass, dass sich ernsthafte Gedanken um die Parkplatzsituation gemacht worden waren, gab ein Brandereignis Anfang vergangenen Jahres. Wegen eines Feuers im Autohaus Carstens hatte es Vollalarm gegeben. Sowohl die Parkplätze für die Einsatzkräfte vor dem Feuerwehrgerätehaus, als auch die Zu- und Ausfahrt war durch fremde Autos blockiert worden. Das Szenario hatte es zwar ähnlich schon gegeben, aber noch nicht so extrem. Die Privatfahrzeuge mussten in Windeseile weggefahren werden, um Platz zu schaffen für die ausrückenden Einsatzfahrzeuge, nicht zuletzt die Privatwagen der Feuerwehrleute. Glücklicherweise waren die Fahrer im gegenüberliegenden Kirchspielskrug Möllgaard, so dass sie relativ rasch reagieren konnten. Dennoch kam es zu Zeitverzögerungen beim Ausrücken der Retter. „Jetzt erfüllen wir die Unfallverhütungsvorschriften der Berufsgenossenschaft“, bekräftigte der Gemeinde-Chef.

Weiterer Grund zum Durchdenken der Gesamtsituation war die Tatsache, dass viele Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Kindertagesstätte fahren, bei gut 90 Kindern nicht wenige. Sie mussten entweder auf den Rasenflächen parken oder in der Straße Küstersmeede halten, nämlich dort, wo die Mitarbeiter bisher ihre Stellplätze Parkplätze hatten. Diese reichten allerdings auch nicht aus, so dass sie auch in besagter Straße parkten. Das wiederum führte oft zu Engpässen bei den Anliegern. Außerdem, so erläuterte die Kita-Leiterin, sei der Weg von der Küstersmeede aus zum Haupteingang an der Nordseite für Mütter zu weit gewesen. Meist sind sie mit Kind und Kegel, dazu noch den Kinderwagen vor sich herschiebend, vom Auto zum besagten Eingang unterwegs gewesen. An der Küstersmeede gibt es nur einen Personaleingang, den Eltern nicht nutzen dürfen. „Ich freue mich, dass die neue Lösung allen Beteiligten geholfen hat“, so Brigitte Dethlefsen. Die Mitarbeiterinnen hätten nun genügend Plätze und die Eltern könnten die neuen öffentlichen Flächen vorne anfahren.







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