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Grosses Ziel für die Zukunft : Paradies ohne Schönheitsflecken

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Tourismuszentrale St. Peter-Ording ist mit den Großveranstaltungen wie Kitesurf World Cup und Drachenfest sehr zufrieden. Allerdings gab es vereinzelt Auswüchse. Die vielen Tausend Besucher im Jahr sollen möglichst ungestörte Tage verbringen können.

Mit der Besucherzahl bei den Großveranstaltungen in St. Peter-Ording, wie Kitesurf World Cup und Drachenfest, ist die Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording (TZ) sehr zufrieden. Weniger allerdings mit manchen Randerscheinungen, die wie so oft von einer verschwindend kleinen Gruppe verursacht werden. In der jüngsten Sitzung des Tourismus-Ausschusses berichtete Konstanze Jensen. Sie wird im Herbst die Nachfolge von Werner Domann als Veranstaltungs- und Marketingleiterin antreten. Sie war zum
1. Februar von der TZ eingestellt worden, um sich in die umfangreiche Materie einzuarbeiten. Immerhin ist St. Peter-Ording einer der größten Badeorte in Norddeutschland.

180 000 Besucher zählte die TZ beim Kitesurf World Cup, der an zehn Tagen im Juli stattfand. Während der Veranstaltung lockte auch der Weltrekordversuch mit einer Sandburg auf dem Marktplatz viele Menschen an. 70 000 waren es beim Drachenfest und 60 000 beim Beachvolleyball-Turnier. Beeindruckunde Zahlen auch von einer anderen Sportveranstaltung, die nicht von der TZ organisiert wird: Am Gegen-den-Wind-Triathlon nahmen 740 Sportler teil, am Halbmarathon 540.

Vor allem beim Kitesurf World Cup fielen Besucher durch unangenehmes Verhalten auf. So feierten einige ausgedehnte Privatpartys, belästigten andere mit dem Lärm ihrer Musikanlagen und bildeten mit ihren Campern und Autos Wagenburge, die von der Security aufgelöst werden mussten. Etliche übernachteten auch am Strand oder auf den Parkplätzen. Einige Gemeindevertreter begleiteten die Ordnungskräfte von TZ und Amt Eiderstedt bei ihrer frühmorgendlichen Runde. Sie empfanden die 30 Euro für das ordnungswidrige Übernachten für zu gering. Doch das sei Bundesrecht, da könne die Gemeinde keine andere Summe nehmen, erklärte Bürgermeister und Tourismus-Direktor Rainer Balsmeier. Außerdem sei der Müll, das Leergut und auch so manches Möbelstück ein Problem. Einige Besucher brächten ihr altes Sofa mit, andere entzündeten nachts ein Lagerfeuer mit einer Bierbank, wie Konstanze Jensen berichtete. Sie bebilderte ihren Vortrag mit vielen Fotos. „Doch sind das Ausnahmen“, betonte sie. „Wir haben 2000 Ordnungswidrigkeiten geschrieben, das sind weniger als ein Prozent, wenn man das auf die Gesamtbesucherzahl aller Großveranstaltungen umrechnet.“

Für die Zukunft sehe die TZ folgenden Handlungsbedarf: keine neuen Großveranstaltungen, Alternativen für Camper, Musikprogramm weniger laut und weniger lang, also nicht bis tief in die Nacht, noch nachhaltigere Unterstützung durch Polizei und Ordnungsamt, Sicherheitskonzept für Strandweg und Utholmer Straße sowie Gewichts- und Höhenbegrenzungen für Kraftfahrzeuge bei der Strandüberfahrt. Es werde offen mit allen Beteiligten über die Probleme gesprochen, ergänzte Werner Domann.

 

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erstellt am 12.Sep.2013 | 07:00 Uhr

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