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Bäumchen-WEchsel-Dich : Pappeln müssen Eichen weichen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Im Husumer Marienhofweg sind 14 Problembäume auf einen Schlag abgesägt worden. Die Hydrid-Schwarzpappeln sollen bis Ende März durch ein Dutzend Stieleichen ersetzt werden.

shz.de von
erstellt am 13.Feb.2014 | 07:30 Uhr

Kahlschlag im Marienhofweg: Vor den Mehrfamilienhäusern 30 bis 42 sind 14 Hybrid-Schwarzpappeln der Kettensäge zum Opfer gefallen. „Man ist natürlich erschrocken, wenn über ein Dutzend große Bäume in der Stadt gefällt werden. Und das hat auch nichts mit den vergangenen Stürmen zu tun, sondern wurde sehr genau geprüft und abgewogen“, sagt Franz Brambrink, Leiter des Fachdienstes Umwelt in der Kreisverwaltung.

Der Eigentümer der Häuser am Marienhofweg, auf dessen Grundstück die Bäume vor vielen Jahren gepflanzt worden waren, machte bereits im Dezember 2011 in einem Antrag dem Kreis klar, dass er die Bäume fällen will. Die Pappeln waren zum Problem geworden: Die Wurzel drückten immer wieder Platten vom Gehsteig hoch, drangen in die Kanalisation ein oder gefährdeten die Trinkwasserleitung.

Immer wieder mussten die Wurzeln weggefräst werden, was in den vergangenen Jahren alle sechs Monate nötig war. „Auch ein sogenannter Entlastungsschnitt an den Bäumen oder die Herausnahme einzelner Bäume hätte die Problematik nicht gelöst“, schildert Brambrink. „Letztlich war die Fällung aller Bäume dort erforderlich, denn Pappeln werden mit zunehmenden Alter verkehrsunsicher, auch brechen dann öfter Äste ab.“

Mitte März 2012 beriet der Umwelt- und Planungsausschuss der Stadt über die Fällungen und befürwortete sie. Nach erneuter Prüfung genehmigte der Kreis den Kahlschlag im Herbst 2012, jedoch nur mit Auflagen: Bis Ende März muss der Eigentümer aus Lübeck nun zwölf größere Stieleichen pflanzen.

„Es gibt keine städtische Baumsatzung und es handelt sich um Privatbäume, somit liegt die Zuständigkeit beim Kreis Nordfriesland – wir als Bauamt werden lediglich gehört“, sagte Klaus Lorenzen auf Anfrage. Der Leiter der Tiefbauabteilung erklärte: Wenn solche Bäume öffentliche Flächen beschädigten oder die Verkehrssicherheit gefährdeten, komme der Eigentümer ins Spiel. „Er wird aufgefordert, den Missstand auf seine Kosten zu beheben. Aufgrund dieser kostenträchtigen Maßnahmen hat sich der Eigentümer wohl für die Entfernung der Bäume entschieden und die entsprechende Genehmigung beantragt“, so Lorenzen.

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