Nordfriesland : Pallas: Keine Lehren aus der Havarie?

Löscharbeiten an der „Pallas“ vor Amrum.
Löscharbeiten an der „Pallas“ vor Amrum.

Initiative im nordfriesischen Kreistag: SPD fordert Klarheit über Glory-Amsterdam-Vorfall

23-1861351_23-54825427_1377871021.JPG von
19. März 2018, 15:00 Uhr

„20 Jahre nach der Pallas-Havarie scheint sich nicht wirklich etwas gebessert zu haben“, stellt der SPD-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Thomas Nissen, fest. Denn ähnlich wie der brennende Holzfrachter vor Amrum gestrandet war, lief im Oktober 2017 der Frachter „Glory Amsterdam“ vor der niedersächsischen Insel Langeoog auf. Innerhalb von zwölf Stunden, in denen das Schiff auf die deutsche Küste zutrieb – „bei einer anderen Windrichtung wäre es hier bei uns gelandet“ – sei es nicht gelungen, die Strandung zu verhindern. Das spricht nach Einschätzung der SPD dafür, dass die Strukturen nicht stimmen. Wie Kommunen in Niedersachsen fordern sie deshalb die lückenlose Aufklärung der Vorgänge und eine Veröffentlichung des Untersuchungsberichtes sowie der Notschlepp-Einsatzkonzepte des Havariekommandos in Cuxhaven. In die Sitzung des nordfriesischen Kreistages am 23. März bringen sie einen Beschlussantrag ein, in dem Antwort auf die Frage erwartet wird, „welches Glied der staatlichen Rettungskette versagt hat“, als es galt, die Strandung des havarierten Schiffes zu verhindern. Schon die Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste hatte 20 Jahre nach dem Pallas-Vorfall ihre Forderung nach einer „Deutschen Küstenwache“ mit einer effektiven Abteilung für Havariebekämpfung erneuert.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen