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Husumer Nachrichten

12. Dezember 2017 | 06:16 Uhr

Tradition : Ostern zwischen Rallye und Feuer

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Höhepunkte waren bei strahlendem Sonnenschein für Gäste und Einheimische auf Eiderstedt unter anderem die Kitebuggy-Osterläufe und die Seehundfütterung. 120 Gäste beteiligten sich an der traditionellen Oster-Rallye.

Bilderbuchwetter am ersten Ostertag. Schon früh sind viele Kurzurlauber in Richtung Nordsee-Heilbad St. Peter-Ording unterwegs. Es herrscht bereits um zehn Uhr morgens reges Treiben auf der Strandpromenade im Bad. Viele Urlauber lassen sich das Ostermorgen-Frühstück in den zahlreichen Lokalen im Strandkorb schmecken.

Andere zieht es in die Kirche in St. Peter-Dorf zum Ostergottesdienst oder zum Mitfiebern und Zuschauen beim sportlichen Ereignis am Strand, nämlich den Kitebuggy-Osterläufen. Viele Mütter und Väter mit Kindern und oft Großeltern zieht es aber in den Westküstenpark, der sich seit mehr als 20 Jahren als Naturerlebnis-Tierpark mit der größten Seehundanlage Deutschlands großer Beliebtheit erfreut.

120 Gäste folgen der Einladung des Teams um Nicole Henfling von der Tourismuszentrale zur traditionellen Oster-Rallye des Nestlé-Schöller-Kinderspielhauses . „Das ist ein Selbstläufer. Uns macht das immer wieder Spaß“, schwärmt Henfling. Jeder der will, bekommt einen Fragebogen. Es kann losgehen. An 18 Stationen heißt es Kennenlernen des Natur-Domizils und Fragen über Fauna und Flora zu beantworten, alles just for fun, ohne Eile, denn es soll ein Freizeitvergnügen für die ganze Familie werden. Schnell stellt sich heraus, dass Teamwork gefragt ist. Doch auch die Erwachsenen wollen herausgefordert werden. „Das ist eine schwere Frage“, findet der achtjährige Holger aus Hamburg. Vater Friedrich Lüdders beruhigt: „Lies noch mal den Text. Dann kannst Du das leicht ausrechnen.“ Wer Lesen könne, stellt Opa Klaus schmunzelnd fest, sei im Vorteil.

Die Lösung zur Frage, wie viel Ostereier ein Pelikan im Schnabel tragen könnte, ergibt sich aus der Informationstafel vor dem Gehege, nämlich ganze 260, per Dreisatz wird es klar. Die nächste Aufgabe ist nicht so schwer, denn was der Osterhase – ein Mitarbeiter des Parks im Kostüm – auf dem Rücken trägt, einen Korb mit bunt bemalten Eiern, lässt sich unschwer erkennen. Er wird richtig ehrgeizig, der junge Hamburger, will keine Station auslassen. „Ein toller Park. Hier werden die Tiere artgerecht gehalten und alles ist barrierefrei“ findet der Familienvater. Er beschließt, nach der Rallye noch bis abends zu bleiben. „Hier gibt es noch viel zu entdecken und die Seehundfütterung um 16 Uhr können wir dann auch noch sehen“, erklärt er. Seine Idee, noch das Osterfeuer am Strand zu bewundern, bevor es zurück geht, findet im Familienrat Zustimmung.

Den zweiten Ostertag wollen Lüdders im heimischen Garten verbringen. So wie die Familie aus Hamburg hangeln sich die meisten durch die Fragen und Aktionen. „Die Fragen sind babyleicht“, findet der neinjährige Axel Schönfeld aus Leipzig. Er ist mit seinen Eltern Maria und Fritz noch die ganze Woche im Ort. „Wir kommen bereits zum dritten Mal, aber zum ersten Mal sind wir im Westküstenpark, tolle Sache“, sagen sie. In den nächsten Tagen werde Strandvergnügen anstehen, wie Burgen bauen oder Drachen steigen lassen.

Spaß macht den meisten der Fühlpfad. MIt verbundenen Augen zu erraten, über was man da gerade läuft, ist nicht immer einfach. Viel und ganz nebenbei erfahren Groß und Klein alles Wissenswerte über Störche, Flamingos, Kraniche, Reiher oder Vögeln wie Möwen, Austernfischer oder Basstölpel.

Auch sportliche Akzente setzt die Rallye, wenn es darum geht, beim Eierlauf gut aufzupassen, dass kein einziges Ei zu Boden fällt, oder auf der Sandbahn möglichst so weit zu springen wie ein Hase. Schließlich eifern auch beim Basteln zum Thema Ostern auf der großen Freifläche die Akteure um die Wette. Nicht nur für die Hamburger Familie ist dann das abendliche Osterfeuer ein Höhepunkte. Viele Menschen säumen die Seebrücke und den Deich, um das faszinierende Flammenspiel zu beobachten. Viele stürzen sich danach in die „Schlacht“ um kulinarische Highlights direkt auf der Promenade. Andere tanzen sich zu den Klängen der Live-Musik von der Band „Scorbut“ im mittlerweile kühlen Abendwind warm.






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