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Fehlende Umleitungsschilder verwirren Fremde : Ortsfremde landen im Nirgendwo

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Wittbeker Ortsdurchfahrt ist gesperrt, doch Umleitungsschilder gibt es nicht. Ärgerlich auch, dass die Schrift auf dem einzigen Hinweisschild so klein ist, dass sie kaum zu lesen ist.

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erstellt am 10.Mai.2016 | 15:00 Uhr

Der Wasserverband Treene hat sich viel vorgenommen. In der Gemeinde Wittbek baut er die Entwässerung in der Ortslage Wittbek in Form einer Trennkanalisation für Schmutz- und Niederschlagswasser aus. Der erste Bauabschnitt hat bereits begonnen. Die Hauptstraße (K  134) ist vom westlichen Ortseingang bis zur Einmündung der Dorfstraße in die Hauptstraße voll gesperrt. Voraussichtlich wird eine Durchfahrt noch bis Freitag, 8. Juli, nicht möglich sein. Allerdings sind viele Bürger mit der Beschilderung der Umleitung nicht zufrieden, besonders Ortsfremde können sich leicht verfahren und ärgern sich darüber.

Beispielsweise gibt es auf dem Weg von Ipernstedt kommend eine Hinweisschild auf die Vollsperrung. Darauf ist die Umleitung über Schwesing und Wester-Ohrstedt grafisch dargestellt, die Schrift allerdings dürfte lediglich fünf Zentimeter groß sein. Vorgeschrieben sind aber für solche Schilder Schriftgrößen von 17,5 Zentimetern, damit sie die Verkehrsteilnehmer während der Vorbeifahrt mit den erlaubten 100 Stundenkilometern auch lesen können.

Mittlerweile, so Wittbeks Bürgermeister Johannes J. Jürgensen, habe er schon Gespräche mit dem Kreis und der Straßenbauverwaltung geführt. Nun solle, wie er sagt, versucht werden, die Schrift zu vergrößern, denn man wolle vermeiden, riesige Hinweistafeln aufzustellen, die dann eine spezielle Unterkonstruktion benötigen.

Nach Einschätzung des Kreises sind etwa 90 Prozent der Verkehrsteilnehmer auf dieser Strecke ohnehin Einheimische, die den Weg kennen. Jürgensen räumt aber ein, dass es natürlich für Ortsfremde sehr schwierig sei, sich zu orientieren. Denn wer der Hinweisgrafik folgt, der landet zwar in Schwesing, doch dort findet sich kein weiteres Umleitungsschild. Auch in Wester-Ohrstedt, wo es von der Bundesstraße dann wieder rechts Richtung Wittbek abgeht, befindet sich kein Hinweis für ortsunkundige Autofahrer. „Darüber müssen wir noch einmal nachdenken, gerade wo jetzt die Urlaubszeit beginnt, haben wir doch mehr Auswärtige in der Region“, sagt daher Wittbeks Bürgermeister.

Die Einheimischen und Ortskundigen würden ohnehin das Durchfahrt-Gesperrt-Schild, ignorieren und bis nach Wittbek weiterfahren, dort in die Dorfstraße einbiegen und so die Baustelle umfahren, schildert Jürgensen die Situation. Er habe bereits einige Beschwerden von Anliegern erhalten, die über ein erhöhtes Verkehrsaufkommen in der ruhigen Nebenstraße klagen. „Aber wenn gebaut wird, es eine Vollsperrung gibt, dann ist daran nichts zu ändern“, sagt der Bürgermeister.

Die zehnwöchige Vollsperrung endet voraussichtlich Anfang Juli. Es könnte sich aber um einige Tage verzögern, sagt Jürgensen vorausschauend. Die Erreichbarkeit der Grundstücke in der Hauptstraße sei in dieser Zeit gewährleistet. Auch der Schulbusverkehr findet weiterhin statt, jedoch teilweise mit Zubringerdiensten.

Im Verlauf der Kanalisations-Baumaßnahme werden in diesem Jahr noch einige weitere Abschnitte in der Wittbeker Hauptstraße und anliegenden Gemeindestraßen ausgebaut und abschnittsweise jeweils voll gesperrt. Darüber, so teilt der Wasserverband Treene mit, sollen die betroffenen Anlieger aber rechtzeitig informiert werden.

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