Ortsentwicklung im Fokus

Mittelpunkt in der Gemeinde Reußenköge ist die Alte Schule mit Dorfgemeinschaftsraum, angegliedertem Feuerwehrgerätehaus sowie der dahinterliegenden Koogshalle.
Mittelpunkt in der Gemeinde Reußenköge ist die Alte Schule mit Dorfgemeinschaftsraum, angegliedertem Feuerwehrgerätehaus sowie der dahinterliegenden Koogshalle.

Gefördert von der Aktiv-Region wird zunächst eine Bestandsaufnahme erstellt / Weitere Ausarbeitung durch Planer und in Arbeitsgruppen

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25. Juli 2019, 17:11 Uhr

Reußenköge | Einen richtigen Ortskern hat die Gemeinde Reußenköge ja nicht. Dafür entwickeln sich die Besitzer der landwirtschaftlichen Betriebe sowie der Unternehmen, die sich mit erneuerbaren Energien beschäftigen, inklusive des Bürgerwindparks, ständig weiter, und auch der Tourismus ist ein Thema. Schließlich gehören die Hamburger Hallig, das Amsinckhaus mit seinem Informationszentrum oder die Badestelle Lüttmoorsiel mit zum Gemeindegebiet. Die Koogshalle, sowie die Alte Schule sind ist beliebte Treffpunkte und Veranstaltungsorte, nicht nur für die gut 360 Einwohner.

Doch der demografische Wandel stellt generell alle ländlichen Regionen Schleswig-Holsteins vor Herausforderungen. Vor dem Hintergrund sich abzeichnender grundsätzlicher Veränderungen, wie in den Bereichen Siedlungsentwicklung und Wohnraumbedarf, soziale Infrastruktur, Mobilität, ehrenamtliches Engagement oder Einsatz erneuerbarer Energien wollen sich nun die Gemeindevertreter der Kommune intensiv mit ihrer zukünftigen Entwicklung auseinandersetzen und unter Beteiligung der Bürger und betroffener Akteure ein Ortsentwicklungskonzept erstellen lassen. Das beschloss der Gemeinderat in jüngster Sitzung einmütig.

Bei der Erarbeitung des Konzeptes stehen die Sicherung der Daseinsvorsorge, generationenübergreifende Angebote, die verkehrliche Infrastruktur, die weitere wirtschaftliche Entwicklung im Allgemeinen sowie im Besonderen das Schaffen von Voraussetzungen zur Veredelung von vor Ort erzeugten erneuerbaren Energien und die touristische Entwicklung im Vordergrund.

Der erste Schritt, so informierte Bürgermeister Dirk Albrecht, wird zunächst eine Bestandsaufnahme der Themenfelder sein. Die soll dann in eine Bewertung durch einen zu beauftragenden Planer münden. Auf dieser Basis werden anschließend Handlungsfelder herausgearbeitet und Entwicklungsbedarfe festgestellt. Der ganze Prozess soll über eine Lenkungsgruppe koordiniert sowie unter regelmäßiger Beteiligung der Öffentlichkeit und von Arbeitsgruppen begleitet werden.

Konkretes Ziel ist die Erarbeitung eines Handlungsleitfadens für die kommunalpolitische Arbeit und das Herausfiltern von Maßnahmen und (Schlüssel)-Projekten in einer Prioritätenliste. „Den Prozess wird ein Planer begleiten. Sowohl seine Kosten, als auch die des Konzeptes werden mit 75 Prozent gefördert“, so Albrecht. Mit anschließender Realisierung von Maßnahmen und Projekten soll dann das übergeordnete Ziel des Ortsentwicklungskonzeptes verfolgt werden, die Gemeinde auch in Zukunft attraktiv und lebenswert zu erhalten. „Ich bin gespannt, was dabei herauskommt. Der Planer muss sehr kreativ sein“, so das Gemeindeoberhaupt.

Zum weiteren Vorgehen: Das Amt Mittleres Nordfriesland stellt über die Aktiv-Region Nord ein Förderantrag an das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR). Nach Bewilligung und Zustimmung des Fördergebers zum Antrag „ist durch das Amt eine beschränkte Ausschreibung über die Leistung Erstellung eines Ortsentwicklungskonzeptes für die Gemeinde Reußenköge durchzuführen“, heißt es in dem Beschluss.

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