Nordfriesland : Orte der Begegnung schaffen

Im Norden Nordfrieslands soll ein Ladesäulen-Netz entstehen, um Elektromobilität zu fördern.
Im Norden Nordfrieslands soll ein Ladesäulen-Netz entstehen, um Elektromobilität zu fördern.

Auch ein Dörpshuus, eine multifunktionale Begegnungsstätte und ein Elektro-Kühlfahrzeug werden von der Aktiv-Region Nordfriesland-Nord gefördert.

shz.de von
10. Mai 2018, 15:00 Uhr

Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) der Aktiv-Region Nordfriesland-Nord hat die Förderung neuer Projekte beschlossen. So darf sich die Gemeinde Stedesand über 50.000 Euro für die Errichtung eines neuen Dorfgemeinschaftshauses freuen. Das neue „Dörpshuus“ soll später vor allem eine Adresse für die örtlichen Vereine und die Freiwillige Feuerwehr sein.

Auch Achtrup steht mit 50.000 Euro auf der Liste: Dort soll durch einen Erweiterungsbau aus dem Sportfunktionsgebäude eine multifunktional nutzbare Begegnungsstätte werden. Hiervon profitieren beispielsweise die Sportler der Gemeinde, die Jugendfeuerwehr, der Landfrauenverein, der Ortskulturring, der Ringreiterverein, die Schulen aus Achtrup und Ladelund, die Landjugend Leck und der Sozialverband, die alle ein breites Spektrum an Veranstaltungen, Seminaren oder Schulungen anbieten können.

Das Diakonische Werk Husum betreibt Tafeln in Tönning, Husum und Bredstedt. Die gespendeten Lebensmittel werden bei Gemüsehändlern, Bäckereien und Lebensmittelgeschäften von ehrenamtlichen Helfern abgeholt. Dazu sind an allen Standorten der Tafel entsprechende Fahrzeuge mit einem Kühlraum vorzuhalten. Das bisherige Fahrzeug in Husum ist nicht mehr nutzbar und wird nun durch ein Elektrofahrzeug ersetzt, um gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Als Kooperationsprojekt der Aktiv-Regionen NF-Nord und NF-Süd werden 37.125 Euro bereitgestellt.

Die Anträge für drei weitere Projekte erfordern noch Nacharbeiten. Doch die Aktiv-Region hat bereits Summen festgelegt. So sind es für Risum-Lindholm etwa 50.000 Euro für die angestrebte Umnutzung der alten Schule in Risum: Dort soll unter anderem ein größerer Versammlungssaal entstehen und durch entsprechend umgebaute Klassenräume Platz für sportliche Angebote (Tischtennis, Rückenschule, Yoga und anderes) und Veranstaltungen von Vereinen geschaffen werden. Eine neue behindertengerechte Toilette, die auch außerhalb des Gebäudes zu betreten sein wird, steht auch Besuchern von Fußballspielen oder des Schwimmbades offen.

Realisiert wird im Norden des Kreises ein Ladesäulen-Netz, mit dem sich die Anzahl der Ladesäulen in der Region auf einen Schlag um 16 Säulen – darunter zwei Schnelllader – erhöhen soll. An dem Projekt unter Trägerschaft der Gemeinde Bosbüll beteiligen sich Klanxbüll, Westre, Tinningstedt, Ladelund, Leck und Enge-Sande. Dieses Netz dient einer weiteren Etablierung der Elektromobilität im ländlichen Raum und unterstreicht den Ruf Nordfrieslands als Energie-Modellregion des Landes. Die Förderung, die vorgesehen ist, beträgt 138.000 Euro.

Das dritte Projekt betrifft die Erweiterung des Wilhelminen-Hospizes in Niebüll. Dort muss die Küche – als Folge der Erhöhung der Bettenzahl von sieben auf elf – anders gestaltet werden. Neben einer Profi- Einbauküche sind ein Lagerraum und ein WC-Bereich für das Küchenpersonal vorgesehen. Die Fördersumme wird voraussichtlich bei 181.000 Euro liegen.

Die Aktiv-Region NF-Nord ist eine von 22 Aktiv-Regionen in Schleswig-Holstein. Unterstützt werden Projekte mit Fördermitteln aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER).

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