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Training für junge Segler : Optimisten auf der Treene

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Segelclub Friedrichstadt veranstaltet seine traditionelle Opti-Woche. Zum 44. Mal lernen junge Segler aus ganz Schleswig-Holstein, diesmal sogar aus Dubai, auf der Treene den Umgang mit Schot und Pinne.

Viel Glück mit dem Wetter haben sie in diesem Jahr nicht, die jungen Optimisten-Segler, die ins Trainingslager nach Friedrichstadt gekommen sind. Regen und starker Wind herrschen vor. Glücklicherweise war bislang aber nur ein Tag wirklich verhagelt. Vertan war er keineswegs – denn zu den praktischen Übungen auf dem Wasser gehört auch Theorie an Land. Und dann gibt es da ja auch noch ein Rahmenprogramm mit viel Abwechslung. „Wir hatten am Dienstag sehr viel Wind“, sagt Daniel Schade. Seit 1998 ist er bei der Optimisten-Trainingswoche dabei – und seit 2000 Vorsitzender des Segelclubs Friedrichstadt. Vom Ufer aus beobachtet er das Training auf dem Wasser – und zeigt sich sehr zufrieden: „Das läuft gut!“

Ein Stückchen entfernt, an der Außenwand des Seglerheims, sind mit Kreide ein paar Anweisungen auf die große Tafel geschrieben: „G I hilft G II, danach hier treffen. G III um 9 Uhr in Segelklamotten hinten treffen.“ Schade schmunzelt: „Das sind die Anweisungen für unsere drei Gruppen. In der Gruppe 3 sind die Besten, in der Gruppe 1 die Anfänger. Wie er zum Opti-Segeln und zum Segelclub gekommen ist? Der sportliche 59-Jährige muss da nicht lange überlegen: „Über meine Kinder. Die haben hier mitgemacht. Nun ja, inzwischen sind sie über 30 und leben in Kiel. Und ich bin hier in Friedrichstadt dabei geblieben. Es macht Spaß.“

42 Teilnehmer im Alter zwischen acht und 13 Jahren sind diesmal dabei, übernachten in der großen Zeltstadt neben dem geräumigen Clubheim. Auf den Leinen flattern Handtücher und nasse Pullover im Wind. „Im Vorjahr waren mehr als 80 dabei“, erinnert sich der Vorsitzende, „diesmal sind es dadurch weniger, dass die Sommerferien so spät begonnen haben. Und unsere Opti-Woche findet traditionell in der letzten Ferienwoche statt. Zum anderen findet in Kiel gerade an diesem Wochenende auch eine wichtige Regatta statt – inklusive des Vortrainings in diesen Tagen. Und einige haben sich eben für die dortige Veranstaltung entschieden.“

Zum 44. Mal findet die Opti-Woche im Holländerstädtchen statt – zur Teamleitung gehören traditionell Ernst-Otto Huß, Volkmar Schütze und Jochen Sigl. Während des Rahmenprogramms hat das Grachtenpaddeln bereits stattgefunden, berichtet Huß, der mit seiner Familie seit 1983 dabei ist. Gestern gab es die traditionelle Disco-Veranstaltung und heute wird noch einmal gemeinsam mit den Eltern gegrillt. Die begeisterten Jungsegler kommen wie immer aus ganz Schleswig-Holstein. „Diesmal sind sogar drei Kinder aus Dubai dabei“, berichtet Schade. Einige frühere Teilnehmer sind längst Betreuer, zum Team gehören 15 Erwachsene.

Der zwölfjährige Jan kommt vom Flensburger Wassersportverein WVG Gallwig – ist das erste Mal dabei und begeistert. Der gleichaltrige Ove aus Kiel ist hingegen bereits zum vierten Mal in Friedrichstadt und ebenfalls „vollauf begeistert“. Als Sponsoren sind auch diesmal wieder die „Husumer Mineralbrunnen“ und die Hörgeräteakkustik-Firma „Hörpunkt“ aus Adendorf/Lüneburg dabei. Deren Firmeninhaber Michael Pape lässt sich die Teilnahme in keinem Jahr nehmen – spendiert wieder T-Shirts und Schirmmützen für alle. Sein Bezug zu dieser Veranstaltung? „Ich war früher hier selbst dabei“, sagt er lächelnd.

Um 7.15 Uhr wird geweckt, um 8 Uhr gibt es Frühstück und ab 9.30 Uhr wird gesegelt. Mittags essen dann wieder alle zusammen, auch zum Kaffeetrinken wird unterbrochen. Und wie lang ist eigentlich die Trainingsstrecke auf dem Wasser? „1852 Meter“, sagt Schade. Abgesichert werden die Optisegler durch mehrere Motorboote, aus einem weiteren Boot folgen über Lautsprecher Korrekturhinweise.

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