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Nach Pferdeherpes in Mildstedt : Optimismus im Reit- und Fahrverein

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Tag der offenen Tür beim Reit- und Fahrverein in Mildstedt: Es ist wieder Normalität eingekehrt, alle 40 Stellplätze sind belegt.

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erstellt am 23.Mai.2016 | 13:00 Uhr

Von Anfang Februar bis in den April beherrschte der Mildstedter Reit- und Fahrverein die Schlagzeilen. Denn in den Stallungen an der Ostenfelder Landstraße war Pferdeherpes ausgebrochen. Mittlerweile herrscht aber wieder Gelassenheit in der Reitanlage und große Freude darüber, dass nach nahezu einem Vierteljahr ohne jeden Publikumsverkehr der „Normalbetrieb“ wieder aufgenommen werden konnte. Immerhin, sechs Pferde mussten nach der heimtückischen Infektion von Tierärzten erlöst werden, da sie teilweise unter schwersten Lähmungen gelitten hatten.

Die hochinfektiöse Krankheit war aus bislang unbekannten Gründen im Januar in Mildstedt ausgebrochen. Ein Schock Anfang Februar, als der Vorstand gemeinsam mit Veterinären die Mitglieder über den Tod des ersten Tieres unterrichtete. Sofort wurden alle Veranstaltungen abgesagt und die Vereinsanlage unter Quarantäne gestellt. Als Hoffnung aufkeimte, dass die Infektion überwunden sei, schlug das heimtückische Virus erneut zu. Diesmal war der Befall so stark, dass nochmals fünf Tiere eingeschläfert werden mussten.

Doch die schlimme Zeit für den Verein ist nun vorbei. Alle 40 Stellplätze für die Pferde seien wieder belegt. „Der Verein steht wieder mit beiden Füßen auf dem Boden. Wir werden das schaffen“, freut sich der Vereinsvorsitzender Dieter Friedrichsen.

Am Sonntag gab es nun wieder einen Tag der offenen Tür mit einem bunten Programm. Friedrichsen freute sich über die vielen Gäste und besonders darüber, dass nun alles wieder in normalen Bahnen laufen kann. Denn dem Verein entstand durch die Krankheit ein herber finanzieller Verlust – nicht nur den Besitzern der toten Tiere. Fast ein Viertel Jahr lang wurden wegen des enormen Infektionsrisikos alle Veranstaltungen abgesagt. Dazu zählten nicht nur Turniere, der Reitunterricht, das therapeutische Reiten und der Unterricht mit Schulkindern. „Erfreut bin ich über die große Solidarität vieler Reitvereine“, sagt Friedrichsen, denn vielerorts wurden Sammelaktionen zugunsten des Mildstedter Vereins vorgenommen. Auch Privatleute und eine Stiftung sprangen dem Reit- und Fahrverein zur Seite, um die finanzielle Schieflage auszumerzen.

Friedrichsen freut sich besonders darüber, dass kein anderer Reitverein den Mildstedtern die Schuld zugewiesen hat. Denn schließlich wurden auch in der näheren Umgebung mehrere Reitturniere aus Sicherheitsgründen abgesagt. „Mittlerweile wissen wohl alle“, so Friedrichsen, „dass ein Großteil der Pferde permanent das Herpes-Virus in sich tragen, und es urplötzlich, meist nach einer Stress-Situation, ausbrechen kann.“ Dann ist das betroffene Tier höchst infektiös und kann andere Pferde sehr leicht anstecken. „Doch jetzt ist alles überstanden, so etwas wünscht man niemanden. Ich blicke optimistisch in die Zukunft“, sagt der Vereinschef.

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