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Grund zum Feiern : Oldensworts Privatschule ist eröffnet

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Rund 100 Gäste kamen zur Eröffnung der privaten Grundschule. Der Oldensworter Windpark hatte das Projekt finanziell möglich gemacht. Am Mittwoch, 2. September, findet die Einschulung statt.

„Es ist großartig, dass in Oldenswort weiterhin eine Grundschule vorhanden ist,“ freute sich Otto Empen. Der Senior war bis zu seiner Pensionierung 1992 für knapp drei Jahrzehnte der Rektor der bisherigen Einrichtung am Königkampweg und gehörte zu den Gästen einer Eröffnungsfeier der neuen Privatschule in der Gemeinde. Hierzu begrüßte der Geschäftsführerin der Trägergesellschaft, Simone Tranzer, rund 100 Gäste. Sie dankte der Gemeindevertretung, dem Bürgermeister, der Privatschule Mittelholstein, dem Rechtsanwalt Dirk Audörsch und vielen Eltern, die das Vorhaben während der zweieinhalbjährigen Planungsphase tatkräftig unterstützt haben. Ihr ganz besonderer Dank galt der Oldensworter Windpark GmbH. „Die Gesellschaft hat 40 000 Euro gespendet und einen sechsstelligen Betrag als Kredit gewährt.“ Erst diese Finanzspritze habe es ermöglicht, das Vorhaben in die Tat umzusetzen, denn staatliche Zuschüsse werden erst nach der Bewährungsphase von zwei Jahren gewährt. „Anmeldungen sind weiterhin jederzeit möglich,“ betonte sie angesichts von sechzehn Schülern, die nach den Ferien unterrichtet werden.

Dem Dank an die Förderer schloss sich auch Bürgermeister Frank-Michael Tranzer in seiner Ansprache an. Neben der Bedeutung der Einrichtung für die Zukunftsfähigkeit der Gemeinde sei es besonders wichtig, dass die Kinder mit Freude zur Schule gehen und Spaß am Lernen haben. Zum Konzept der Privatschule gehöre die Förderung der Phantasie, der Kreativität und der Leistungsbereitschaft durch mehr Eigenverantwortung und selbstorganisiertes Verhalten, erklärte der Gemeindechef in Anlehnung an Denkmodelle, die ein Wirtschaftsführer bereits vor 20 Jahren formuliert hatte. „Das bedeutet im Lehrbetrieb freies Arbeiten, ganzheitliches Lernen und offene Kommunikation statt in der Fibel zu lesen.“

Die Umsetzung dieser Erkenntnisse in die Praxis demonstrierte Simone Müller-Warnholz, die als dritte Lehrkraft gewonnen werden konnte. Sie stammt aus Ostfriesland und hat Deutsch, Englisch und Kunst studiert. Außerdem verfügt sie über einen Masterabschluss auf dem Gebiet des Schulmanagements. In ihrem Beispiel ging es um den Lernprozess des Kuchenbackens. Dazu wird in einer Instruktionsphase die Aufgabe erläutert. Anhand von fachlichen Informationen an der Tafel erarbeiten die Schüler in einer Konstruktionsphase weitgehend selbstständig die Tätigkeit des Backens. Dabei ist der Lehrer „Denkpartner“ auf Augenhöhe. Am Ende folgt eine eigenständige Analyse des Ergebnisses.

„Backen wir heute auch noch richtigen Kuchen?“, wollte Patrick Pauls zur Erheiterung der Runde wissen. Er wird an der Privatschule künftig die 3. Klasse besuchen. Jeder Unterricht beginnt mit Körperübungen. Für die Hausaufgaben gibt es zeitliche Vorgaben, die nicht überschritten werden sollen. Die Verwendung englischer Begriffe gehört zum Unterricht. Begeistert von der Methode war auch Kirsten Bolz, die es als Mutter bedauerte, selbst keinen derartigen Unterricht genossen zu haben. Auch Sonja Miehl und Heike Lorenzen fühlten sich durch das Erlebte in ihren Entscheidungen bestärkt, ihre Kinder der privaten Einrichtung anzuvertrauen.

Die besten Wünsche für den künftigen Schulbetrieb und für ein gutes Miteinander überbrachte im Namen der Kirchengemeinde Pastorin Inke Thomsen-Krüger. Sie überreichte Schülern und Lehrern fair gehandelte Produkte, wie Schokolade und Kaffee. Amtsvorsteher Christian Marwig wünschte allen Beteiligten im Namen der Amtsverwaltung, dass immer ein glücklicher Stern über der Schule stehen möge. „Die Kinder sind hier in sehr guten Händen,“ betonte der Geschäftsführer der Privatschule Mittelholstein, Michael Claßen, zumal er die Geschäftsführerin als Praktikantin und die neue Lehrkraft als mehrjährige Mitarbeiterin erlebt hatte.

Am Mittwoch, 2. September, beginnt um 9 Uhr die Einschulung der Erstklässler mit einem Gottesdienst. Daran beteiligt sich auch die Vorschulgruppe der Kita. Daran schließt sich von 10 bis 11 Uhr ein Festakt in der Sporthalle an.

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