Neuer Bildungsweg : Oldensworter wollen Privatschule

Michael Claßen demonstriert, wie unterrichtet wird.
Michael Claßen demonstriert, wie unterrichtet wird.

Nach den Sommerferien 2015 soll sie eröffnet werden, sofern das Bildungsministerium die Genehmigung erteilt. Betreiber wäre eine gemeinnützige Gesellschaft aus Büdelsdorf. Die öffentliche Grundschule muss wegen zu geringer Schülerzahlen geschlossen werden.

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28. März 2014, 13:30 Uhr

„Das Konzept ist stimmig, es passt zum Dorf.“ So bewertet Hermann Agge die Informationen der gemeinnützigen GmbH Privatschule Mittelholstein zur Einrichtung einer privaten Bildungsstätte in Oldenswort. Der Vater von zwei schulpflichtigen Kindern gehörte zu den rund 50 Besuchern in der Sporthalle des Dorfes. Bürgermeister Frank-Michael Tranzer freut sich über die anhaltend positive Resonanz auf das Vorhaben, das zum Schuljahr 2015/2016 die öffentliche Grundschule ersetzen soll. Diese wird wegen zu geringer Schülerzahlen geschlossen.

Nach der ersten Informationsveranstaltung hatte sich eine Elterngruppe formiert und einen Fragenkatalog erarbeitet. Diesen beantwortete der Vorsitzende der Schulgesellschaft, Michael Claßen aus Rendsburg, so weit es möglich war. Das Schulgeld wird 130 Euro im Monat betragen. Es wird um 20 Prozent ermäßigt, wenn ein weiteres Kind der Familie die Schule besucht. Für 120 Euro jährlich wird jeder Schüler mit einheitlichem Lernmaterial ausgestattet. Der Unterricht dauert für die Erst- und Zweitklässler fünf und für die dritte und vierte Klasse im Regelfall sechs Stunden. „Dabei wollen wir den gemeinsamen Unterricht von verschiedenen Jahrgängen vermeiden“, so Claßen. Die Dauer der Nachmittagsbetreuung kann variabel gestaltet werden und soll sich an den Wünschen der Betroffenen orientieren. Vorübergehend abwesende Lehrer werden durch andere Pädagogen oder durch Aushilfskräfte ersetzt, damit es zu keinem Unterrichtsausfall kommt. Der in einem Fach versäumte Stoff werde nachgeholt, versicherte er. „Wir sind eine verlässliche Einrichtung.“ Zu der Frage, wie viele Schüler zum Start des Projekts erforderlich sind, legte er sich nicht genau fest. Er verwies auf die Erfahrung mit der Grundschule in Gnutz bei Nortorf. Dort habe man vor zwei Jahren mit 13 Schülern begonnen und inzwischen diese Zahl mehr als vervierfacht. Claßen übergab dem Bürgermeister die ersten Anmeldeformulare und bat die Eltern, damit ihr Interesse zu dokumentieren. „Sie werden erst verbindlich, wenn uns das Bildungsministerium die Zulassung erteilt hat“, hob er hervor. Zuvor soll im Herbst ein weiteres Gespräch stattfinden.





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