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Einkaufen in Oldenswort : Oldenswort will Markt-Treff einrichten

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Gemeindevertretung gibt grünes Licht für die weitere Planung. Eine Projektgruppe soll die Details im kommenden Jahr erarbeiten.

Voraussichtlich 2018 wird der Lebensmittelmarkt in Oldenswort seine Pforten schließen. Die Gemeinde macht sich nun Gedanken, wie danach die Nahversorgung in dem großen Dorf gesichert werden kann. Zur Diskussion steht die Einrichtung eines Markt-Treffs, wie es ihn schon in der Nachbargemeinde Witzwort, aber beispielsweise auch in Rantrum, Schwabstedt und Oldersbek gibt. In der jüngsten Gemeindevertreter-Sitzung sprachen sich alle für die Bildung einer Projektgruppe aus, die für die Einrichtung eines Markt-Treffs bis Mitte nächsten Jahres ein Konzept erarbeiten soll.

Ein Handelsberater hat bereits einen Standortcheck vorgenommen. In seinem Bericht wird auf die sich abzeichnende Versorgungslücke hingewiesen. Die entstehe, wenn der jetzige Lebensmittelmarkt in gut anderthalb Jahren, wie angekündigt, seine Pforten schließt. Auf der Grundlage einer Analyse der bestehenden Warenangebote im Dorf und in den Umlandgemeinden und der zu erwartenden Nachfrage stellt der Berater fest: „Insgesamt bestehen in der Gemeinde die Rahmenbedingungen dafür, einen konzeptkonformen Markt-Treff zu errichten, ohne die bestehenden Wettbewerbsstrukturen vor Ort zu verändern.“ Bürgermeister Frank-Michael Tranzer kündigte eine Einwohnerversammlung und Einzelgespräche mit Betroffenen an.

Abgelehnt hat das Gremium dagegen einen gläsernen Anbau an den Speisesaal im Schulgebäude. Sieben der zwölfköpfigen Runde waren dagegen, fünf dafür. Durch die Erweiterung sollte mehr Platz geschaffen werden, denn die Anzahl der gegenwärtig 60 Kinder, die den Hort besuchen, wird voraussichtlich auch in den kommenden Jahren weiter steigen. Zusammen mit Schülern der Privatschule nehmen immer mehr Kinder am Mittagessen teil, und es wird zunehmend enger, so Bürgermeister Frank-Michael Tranzer (SPD).

„Wir haben für eine Entscheidung zu wenig Informationen“, sagte Wilfried Massow (CDU). Tranzer entgegnete, dass er die Situation und das Vorhaben bereits in Arbeitssitzungen angesprochen habe. Als Beispiel hierfür nannte er die nicht-öffentliche Zusammenkunft des Finanzausschusses im Oktober, an der einige Mitglieder des Gemeinderates und von Ausschüssen teilgenommen hatten. Und: „Ihr kennt die Themen seit Wochen und hättet nachfragen und euch selbst informieren können.“ Massow bat darum, künftig die Tagesordnung mit den Fraktionsführern abzustimmen, wie es bereits früher geschehen sei. „Wir wollen die Gemeinde gemeinsam voranbringen“, sagte er unter Hinweis auf ein Treffen mit der Wählergemeinschaft Oldenswort (WGO), deren Mitglieder ebenfalls mehr Kommunikation wünschen.

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