Aus den Gemeinden : Oldenswort plant weiteres Wohngebiet

Oldenswort wächst weiter: Viele Bauvorhaben stehen an.
Oldenswort wächst weiter: Viele Bauvorhaben stehen an.

In Sachen Bauen hat die Gemeinde Oldenswort viel vor.

shz.de von
17. August 2018, 09:00 Uhr

Lebhaft interessiert waren die Mitglieder und Besucher der Sitzung des Oldensworter Bau-, Umwelt- und Wegeausschusses an den Plänen für eine mögliche Erweiterung des Neubaugebietes (B-Plan Nr. 10) in westliche Richtung. Für eine mögliche Bebauung der knapp 1,4 Hektar großen Fläche mit Wohnhäusern stellte Meike Marxen vom Planungsbüro Methner aus Meldorf zwei Entwürfe vor. Beide Pläne unterschieden sich im Wesentlichen nur hinsichtlich der Zuwegungen.

Die von allen Stimmberechtigen favorisierten Variante sieht drei befahrbare Wege vor, die von der neuen Straße Norddahl nach Westen abzweigen. Die Alternative enthielt nur eine Stichstraße, die von dem Gewerbegebiet kommend mittig ins vorgesehene Baugebiet führt und im Süden mit einer Kehre abschließt. Entlang der Straßen ist auf einer Seite ein Fußweg vorgesehen. Einstimmig sprach sich die siebenköpfige Runde unter dem neuen Vorsitzenden Jan Helmut Pauls (SPD) dafür aus, dass der von ihnen ausgewählte städtebauliche Entwurf weiterverfolgt werden soll. Die weitere Bauleitplanung ist von einer Genehmigung des Innenministeriums abhängig. Dort wird geprüft, ob das Vorhaben im Einklang mit dem Landesentwicklungsplan steht.

Im Zusammenhang mit der Anbindung des gesamten Baugebiets an die Dorfstraße bestand auf Vorschlag von Bürgermeister Frank-Michael Tranzer (SPD) Einvernehmen, den Kirchenweg entlang des Friedhofs zu verbreitern. Der Abschnitt ist aufgrund der quer zum Straßenverlauf angelegten Parkplätze zu schmal für einen sicheren Begegnungsverkehr mit Pkw. Die wenig genutzten Abstellflächen sollen verringert und in Längsrichtung angelegt werden. Thomas Helmke vom Amt Eiderstedt sagte zu, einen Plan zu erstellen, der dann mit der Kirche abzustimmen sei, weil sich die zu überplanenden Flächen teilweise auf deren Grundstück befinden. Auf einen Hinweis von Reiner Dobbertin (CDU) wird auch ein Bürgersteig in die Planung aufgenommen.

Das Parken auf den Seitenstreifen in der Dankwerthstraße hat zu erheblichen Beschädigungen der Straßenränder geführt. Dabei handelt es sich überwiegend um Fahrzeuge von Bewohnern der sechs Gewoba-Reihenhäuser. Ihnen stehen nur drei Parkplätze zur Verfügung. Mit der Gesellschaft soll über eine Erweiterung der Stellflächen gesprochen werden. Außerdem ist vorgesehen, die schadhafte Deckschicht der Straße und den zerfahrenen Grünstreifen zu erneuern. Der Empfehlungsbeschluss sieht zusätzlich vor, für das Vorhaben Haushaltsmittel im Etat 2019 einzuplanen.

Entlang der neu asphaltierten Osterender Chaussee und dem ebenfalls neu angelegten Bürgersteig sollen 13 Straßenlaternen installiert werden. Grünes Licht gab es für einen vorliegenden Kostenvoranschlag über eine entsprechende Anzahl von Beleuchtungskörpern mit 36-Watt-LED-Röhren. Für die Verankerung der 4,5 Meter hohen Masten in Beton oder im Erdreich sollen drei Angebote eingeholt werden.

Hinsichtlich der Sanierung der westlichen Dorfstraße zeigt sich Licht am Ende eines langen Tunnels. Das sei auf die Absicht der Landesregierung zurückzuführen, überfällige Straßenbauvorhaben zu forcieren, erklärte Helmke. Dabei gehe es weiterhin vorrangig um eine Oberflächenentwässerung sowie darum, die Gehwege instand zu setzen, erklärte der Bürgermeister. Nach Darstellung des Bauingenieurs habe die Gemeinde die Planungskosten und das Land die Baukosten zu tragen. Der Empfehlungsbeschluss sieht vor, einen entsprechenden Antrag an den Landesbetrieb für Straßenbau zu richten. Gleichzeitig soll die Verwaltung die Kosten für die Gemeinde ermitteln.

Thorben Hansen (SPD) wies darauf hin, dass sich die Gedenkstätte für die in den Weltkriegen gefallenen Einwohner in einem schlechten Zustand befindet. Es soll eine Ortsbegehung vorgenommen werden.



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