Oldenswort : Oldenswort bekommt Versorgungszentrum

Der ehemalige Friesenhof soll dem Nahversorgungszentrum weichen.
Der ehemalige Friesenhof soll dem Nahversorgungszentrum weichen.

In der Oldensworter Dorfstraße soll ein Nahversorgungszentrum entstehen.

shz.de von
01. August 2018, 11:00 Uhr

„In der Dorfmitte soll ein Versorgungszentrum entstehen.“ Mit dieser erfreulichen Nachricht überraschte Bürgermeister Frank-Michael Tranzer (SPD) die Teilnehmer und Besucher in der ersten Sitzung des Oldensworter Ausschusses für Wirtschaft, Kultur, Fremdenverkehr und Landwirtschaft in der neuen Wahlperiode. Weiter teilte er mit, dass ein Konsortium aus Einwohnern der Gemeinde und auswärtigen Investoren zu diesem Zweck eine Firma gegründet habe. Das Geschäftsgebäude mit Wohnungen soll auf den Grundstücken des ehemaligen Friesenhofs und des westlich angrenzenden Wohnhauses errichtet werden. Auch die Schlachterei Kühn steige in das Vorhaben ein und werde den Verkauf in den Komplex integrieren. Der geplante Standort sei bereits gesichert. „Wir sind auf dem besten Weg die wichtige Einkaufsmöglichkeit zu realisieren und hoffen, dass die Bürger das Vorhaben honorieren“, so Tranzer. Gegenwärtig führten die Investoren Gespräche mit möglichen Versorgern.

Zuvor hatte der neue Vorsitzende des Gremiums, Thomas Lünemann (WVO), über seine Treffen mit einem Vertreter einer Warengenossenschaft berichtet. Dabei sei es um die Einrichtung eines Kaufmannsladens gegangen. Nach Einschätzung des Fachmanns müssten für eine erforderliche Modernisierung von Gabis Einkaufstreff rund 100.000 Euro aufgewendet werden. Auch er habe einen Neubau für die bessere Alternative gehalten.

Einvernehmen bestand darüber, im Dorf eine Ladesäule für Elektroautos zu installieren. Die Schleswig-Holstein Netz AG sei auf der Suche nach Standorten, so Lünemann. Die Stromtankstelle soll in Abstimmung mit den Planern des Einkaufszentrums möglichst in dessen Nähe platziert werden.

„Wir werden von der Lokalen Tourismusorganisation Husumer Bucht sehr gut betreut“, erklärte der Gemeindechef. Er verwies darauf, dass infolge der Mitgliedschaft zusätzlich zu den Touristen auch Besucher der Messen in der Storm-Stadt untergebracht werden. Seinen Ausführungen zufolge waren die Betten der 17 offiziellen Vermieter in der Gemeinde im vergangenen Jahr im Durchschnitt an rund 140 Tagen belegt. Touristen und Zweitwohnungsbesitzer trügen erheblich zu den Umsätzen der Kaufleute bei und beteiligten sich gerne an den Veranstaltungen.

Der Ausschuss-Vorsitzende wies darauf hin, dass sich einzelne Interessenten für eine Mitgliedschaft in der LTO St.Peter-Ording/Eiderstedt ausgesprochen hätten. „Das steht jedem frei, dort Mitglied zu werden“, entgegnete Tranzer und verwies darauf, dass diese LTO bei der Vergabe von Quartieren hauptsächlich die Umlandgemeinden des Nordseebades im Blick habe.

Thomas Lünemann verpflichtete zum Auftakt der Sitzung Frank Hems (SPD) als bürgerliches Mitglied des Ausschusses.


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