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Feuerwehr und Wasserschutzpolizei : Ölalarm im Friedrichstädter Hafen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Nach ersten Erkenntnissen sickerte die umweltgefährdende Flüssigkeit aus einem Tank auf einer Kaimauer. Die Feuerwehren von Friedrichstadt und dem benachbarten Koldenbüttel errichteten Ölsperren im Hafenbecken.

Ein großer Ölteppich im Friedrichstädter Eider-Hafen rief am Sonntag (24.) Feuerwehr und Wasserschutzpolizei auf den Plan. Gegen 12.15 Uhr hatte ein aufmerksamer Bootsführer die buntschillernde Fläche auf dem Wasser entdeckt und die Leitstelle in Harrislee alarmiert. Die Stadtwehr eilte mit drei Fahrzeugen und 19 Einsatzkräften zum Hafen, die Koldenbütteler Feuerwehr rückte mit einem Fahrzeug und 25 Aktiven an. Die Friedrichstädter ließen ihr Rettungs-Motorboot „Frieda“ zu Wasser und legten eilig eine Ölsperre von der Schleuse zur Eider. „Vollsperrung“ hieß es damit auch für den Schiffsverkehr zwischen Hafen und Eider. Entsprechende Absicherungen wurden an einem schmalen Steg vor der Schleuse angebracht. Erstmalig zum Einsatz kamen größere Mengen von sogenanntem Ölvlies, dass Thorsten Mahmens und Leif Günther hinter dem Rettungsboot befestigten und quer über das Hafenbecken spannten. Zudem wurden größere Mengen entlang der Kaimauer und vor der Absperrung an der Schleuse ausgelegt. Damit soll der Gefahrstoff aufgesaugt und damit von der Wasseroberfläche entfernt werden. Ungefährlich waren die Arbeiten keinesfalls, die Wassertiefe im Hafen beträgt rund neun Meter.

Parallel zu den Aktionen mit dem Boot erfolgte die Suche nach der Gefahrenquelle an Land. Laut ersten Angaben der Wasserschutzpolizei trat das Öl vermutlich aus einem Tank auf der Kaimauer im Bereich der Getreideverladung aus. Außerdem entdeckte sie einige Gullideckel, in die Öl gesickert war. Bei dem Einsatz wurden die Wehren von Fachberater Jens Sörensen sowie weiteren Kräften des Löschzuges Gefahrgut des Kreises Nordfriesland unterstützt. Informiert wurden außerdem der Landesbetrieb Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN), der als Obere Wasserbehörde für den Hafen zuständig ist. Ebenfalls alarmiert wurden die Untere Wasserbehörde des Kreises sowie das Ordnungsamt des Amtes Nordsee-Treene.

Um 15.15 Uhr – nach drei Stunden – ließ der Stadtwehrführer Birger Thomsen die Einsatzkräfte abrücken. Die Ölsperre und das -vlies verbleiben bis heute im Hafen, dann wird die Feuerwehr sie abbauen. Die Zusammenarbeit der Wehren habe sehr gut geklappt, so Thomsen.

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