Friedrichstadt : Oberstes Gebot: Bäume schonen

Wurzelaufbrüche sorgen für erhöhte Unfallgefahr auf Geh- und Radwegen.
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Wurzelaufbrüche sorgen für erhöhte Unfallgefahr auf Geh- und Radwegen.

In der Schleswiger Straße in Friedrichstadt muss der Geh- und Radweg wegen Wurzelaufbrüchen saniert werden.

shz.de von
03. März 2018, 21:00 Uhr

Der Radweg entlang der Schleswiger Straße in Friedrichstadt muss saniert werden. Darüber gab es in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Landschaftspflege, Energie und Technik keine zwei Meinungen. Doch dieses Bauvorhaben ist mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden, wie Diplom-Ingenieur Reimer Ivers aus Husum dem Gremium erläuterte. „Die Bäume, die auf einem Grünstreifen zwischen der vielbefahrenen Straße und dem Gehweg stehen, wurden noch vor der Einrichtung des Geh- und Radweges gepflanzt.“ Doch das Wurzelwerk habe in weiten Teilen für Aufbrüche und Beschädigungen gesorgt. Eine Sanierung sei daher mit großem Aufwand verbunden.

Doch bei den Ausschuss-Mitgliedern war man sich darin einig, dass die Bäume erhalten werden sollten. Dies sei auch möglich, bestätigte Ivers. Zum großen Teil befände sich die Schleswiger Straße auf einem Damm. „Das heißt, der Gehweg liegt tiefer als die Straße.“ Nur so seien die zum Teil großflächigen Beschädigungen an der Asphaltdecke des Gehweges zu erklären. „Wir werden ihn anheben und verbreitern“, so Ivers. Dabei werde man so wenig wie möglich an das Wurzelwerk herangehen. Nur leichtes Baugerät soll bei den Arbeiten zum Einsatz kommen. „Und wo es nicht anders geht, werden die Arbeiten von Hand ausgeführt.“ Auf jeden Fall würden im Bereich des Wurzelwerkes keine schweren Geräte wie Bagger zum Einsatz kommen. Diese Arbeiten sollen von einem Baugutachter der Stadt begleitet werden. „Außerdem sorgen wir dafür, dass zusätzlich ein baubiologischer Gutachter die Arbeiten begleiten wird“, versicherte Ivers. So könnten fachkundige Wurzelbehandlungen durchgeführt werden, wo es nötig sei.

Auch Bürgermeister Eggert Vogt zeigte sich zufrieden mit der beabsichtigten Vorgehensweise. „Wir achten sehr darauf, dass die Bäume erhalten bleiben.“ So sollen die Sanierungsarbeiten im Herbst anlaufen, wenn die Vegetation der Bäume ruht. Die vorsichtigen Kostenschätzungen belaufen sich auf gut 80.000 bis 100.000 Euro, so Vogt. „Wir haben allerdings noch keine Ausschreibungen vorgenommen.“

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