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Naturschutz in Bredstedt : Oase für Wildbienen geschaffen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Hans Jakob Andritter hat ein Grundstück am Rande Bredstedts in ein Naturparadies verwandelt. Es soll mit seinen vielen Blumen speziell den Wildbienen helfen.

Sie ist eine „AugenWeide“ – und das im doppelten Wortsinn – die einst als Pferdekoppel genutzte, ein Hektar große Fläche am südlichen Stadtrand Bredstedts. Dort fliegen Insekten und Bienen jetzt besonders gern ein und aus, denn sie finden auf dem Areal voller bunter und jetzt in Hochblüte stehende Wildblumen ideale Lebensbedingungen vor. Wer dort innehält, den umschwirren die nützlichen Lebewesen fast wie Motten das Licht. Es summt und surrt und noch viel betörender sind die Düfte, die sich in der Luft entfalten.

Hans Jakob Andritter, Vorstandsmitglied im Förderverein Naturzentrum Mittleres Nordfriesland, war es, der die Fläche im vergangenen Jahr gekauft hat, um sie in ein kleines Naturparadies umzuwandeln. Zusätzliche Knicks legte er an und ließ den kleinen Sielzug am Rand ausbaggern, so dass er zusätzlichen Lebensraum für Wasserlebewesen schaffen konnte. Angesichts der Tatsache, dass etwa die Hälfte der Wildbienen vom Aussterben bedroht sind, habe er, so seine Motivation, einen kleinen Beitrag dagegen leisten wollen.

„Ich bin von der Aktion ’Blühendes Bredstedt’ angesteckt worden“, sagt der engagierte Naturfreund. Diese hatte seine Mitstreiterin und ehrenamtliche Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit im Naturzentrum, Annemarie Matthießen, vor drei Jahren ins Leben gerufen. Sinn und Zweck der Kampagne sei es ja, mit einfachen Mitteln, lebensfreundliche Oasen für Honigbienen auch in der Stadt zu schaffen. Inzwischen, so Andritter, sollte jeder wissen, dass alle Menschen die blütenbestäubenden Tiere zum eigenen Überleben brauchen. Dabei sei jedes noch so kleine Stückchen Blühwunder in den Gärten hilfreich, um ihnen auf diese Weise wieder mehr Lebensraum zu geben. „Es fehlen vermehrt nektar- und pollenreiche Stauden, blühende heimische Sträucher, Wildpflanzen und Kräuter, wenig bearbeitete Feldraine oder kleine ’wilde’ Ecken in den Gärten“, ergänzt Annemarie Matthießen. „Mit wenig Aufwand kann der Natur das alles zurückgegeben werden.“ Es sollten kurz gemähte Rasenflächen, Schotterbeete, Pflastersteine, fremdländische, für die Insekten wertlose Pflanzen und Monokulturen vermieden werden. Hans Christian Andersen habe einmal geschrieben: „Leben allein genügt nicht, sagte der Schmetterling. Freiheit und eine kleine Blume muss man auch haben.“

Wer die „AugenWeide“ in voller Pracht erleben möchte, erreicht sie von der Straße Osterrade aus, die direkt in die Marsch führt. Die Fläche liegt auf der linken Seite, wenige Meter hinter den letzten Häusern des Wohngebietes. In einem am Tor angebrachten Holzkasten liegt zudem Informationsmaterial, in dem Tipps für Garten- und Hausbesitzer zu finden sind.

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