Aufregung am Badestrand : Notrufe nicht über Facebook absetzen!

Bis in die Dämmerung hinein suchte die DLRG den Strand ab.
Bis in die Dämmerung hinein suchte die DLRG den Strand ab.

Nur zufällig entdeckte die DLRG St. Peter-Ording einen Notruf auf ihrer Facebook-Seite. Notrufe müssen aber immer über 112 abgesetzt werden. Die Retter suchten den ganzen Abend lang den Strand ab - ohne Ergebnis.

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31. Mai 2016, 18:30 Uhr

Nur durch Zufall entdeckte die DLRG St. Peter-Ording am Montagabend einen Notruf auf ihrer Facebook-Seite. Ein Strandgast hatte darin mit einem Fotobeitrag auf einen möglichen Notfall hingewiesen. Zu späterer Stunde habe der Spaziergänger unweit des Pfahlbaurestaurants „Silbermöwe“ am Strandabschnitt Ording-Nord herrenlose Schuhe und Teile einer Strandmuschel gefunden. In Absprache mit der Leitstelle Nord und der Feuerwehr rückte die DLRG mit einem Allrad-Fahrzeug aus. Vor Ort suchte sie nach den Besitzern. Nach Einbruch der Dämmerung wurde die Suche beendet und die Fundstücke sichergestellt. Gestern meldete sich nun ein Mann bei der DLRG, der seine Habe suchte. Ob es seine Sachen waren, konnte noch nicht geklärt werden. „Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass in Notfällen die Einsatzkräfte immer über den Notruf 112 oder 110 alarmiert werden müssen. In diesem Fall ist es nur dem Zufall zu verdanken gewesen, dass wir die Facebook-Nachricht schnell gelesen haben und so umgehend reagieren konnten“, sagt Nils Stauch, Technischer Leiter Einsatz bei der DLRG St. Peter-Ording.

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