zur Navigation springen
Husumer Nachrichten

18. August 2017 | 09:45 Uhr

Schnelles Internet : Norstedt ist am Netz

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Breitbandausbau in der Gemeinde ist so gut wie abgeschlossen. In Haselund beginnen nach Ostern die Bauarbeiten.

Die Bagger rücken wieder ab: Die Arbeiten am Breitbandnetz in Norstedt, die Mitte 2016 begonnen haben, sind so gut wie abgeschlossen. Damit wurden jetzt 122 Häuser versorgt. Nur für den letzten Anschluss müsse noch ein Termin vereinbart werden. Das teilte die Bürger-Breitband-Netz-Gesellschaft (BBNG) mit.

Mehr als 80 Prozent der Norstedter Haushalte verfügen somit jetzt über den Glasfaseranschluss bei der BBNG. Eine Anschlussquote, die erreicht wurde, obwohl die Gemeinde für Vertragsabschlüsse keine Zuschüsse gewähren konnte.

„Das ist ja mal ein ganz anderer Schnack. Endlich wissen wir, was es bedeutet, schnelles Internet zu haben“, sagt Roland Thomsen. Ich bin froh, meine Kinder sind froh. Und ich glaube, wer einmal dieses Netz hat, der will ganz bestimmt nicht mehr darauf verzichten.“ Thomsen ist Mitglied des Gemeinderats und hat sich von Anfang an dafür eingesetzt, dass in seiner 450-Einwohner-Gemeinde der Breitbandausbau vorangetrieben wird.

„Mit den 80 Prozent ist die Gemeinde besser versorgt als viele Randgebiete in Großstädten“, ist Sabine Birkigt von der BBNG überzeugt. Im Wissen, dass die digitale Entwicklung schon jetzt nicht beim Telefonieren und E-Mail schreiben sowie beim Surfen im Internet stehen bleibt, habe Norstedt sich bestens für die Zukunft aufgestellt.

„Norstedt ist eine kleine Gemeinde und hätte normalerweise nie die Chance einer flächendeckende zukunftsfähigen Breitbandversorgung bekommen. Wenn nicht die Ämter Eiderstedt, Nordsee-Treene und Viöl ebenso wie die Städte Husum und Tönning diese bundesweit einmalige Projektidee der BBNG gehabt hätten“, betont Bürgermeister Volker Carstensen. Nur wenn alle in der Gemeinde, im Amt, in der Region solidarisch denken, habe man die Möglichkeit, Projekte zu realisieren, die die einzelnen Gemeinden gar nicht erbringen können.

Doch der Gemeinde-Chef hat, wie viele seiner Kollegen, die Erfahrung machen müssen, dass es nicht immer leicht ist, Jedermann von der Idee zu überzeugen. „Wir sind unendlich froh, dass es bei uns in Norstedt geklappt hat“, erklärt er. Andere Gemeinden sollten unbedingt die Gelegenheit nutzen, wenn sie sich ihnen biete. „Glaubt nicht denjenigen, die euch sagen: ‚Das brauchen wir nicht‘. Sondern informiert euch selbst“, gibt er seinen Amtskollegen mit auf den Weg.

Wie in Norstedt, so werden in Olderup und Arlewatt die Anschluss-Arbeiten in Kürze komplett abgeschlossen sein. Während in Horstedt die Hausanschlüsse gebaut werden, beginnen in Haselund nach Ostern die Bauarbeiten. Auch für Viöl sind nach dem Erreichen der Anschlussquote von 68 Prozent nun die Vorbereitungen zum Baustart in vollem Gange.
 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen