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Medizinische Versorgung gesichert : Nordstrand bekommt eine neue Ärztin

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Dr. Kathrin Kalinowski tritt ihren Dienst am 2. Januar bei Dr. Uwe Krüger an. Dr. Thomas Dörwald macht bis Ende März noch vereinzelt Hausbesuche.

Die Sorgen um die Zukunft der medizinischen Versorgung auf Nordstrand haben sich gelegt. Wie Bürgermeister Werner-Peter Paulsen mitteilt, werden auf lange Sicht wieder zwei Ärzte auf der Halbinsel praktizieren. Ab dem neuen Jahr wird die Allgemein-Medizinerin Dr. Kathrin Kalinowski mit in die Praxis von Dr. Uwe Krüger ziehen.

Wie berichtet, gab es bereits seit längerem Bemühungen, einen weiteren Mediziner nach Nordstrand zu holen. Dr. Thomas Dörwald schließt seine Praxis zum Ende dieses Jahres, danach werde er für einige Wochen nur noch vereinzelt Hausbesuche machen, berichtet Paulsen. Seine kassenärztliche Zulassung endet am 31. März 2017. Die Gemeinde hatte deswegen in der Vergangenheit zahlreiche Anzeigen geschaltet, auch die Ortsvereine der Arbeiterwohlfahrt, des Roten Kreuzes und des Sozialverbandes Deutschland hatten sich unterstützend mit eingebracht – ebenso die beiden praktizierenden Ärzte Dr. Thomas Dörwald sowie Dr. Uwe Krüger selbst.

Am Montag, 2. Januar, soll Dr. Kathrin Kalinowski dann ihren Dienst als Angestellte von Krüger in den Räumen an der Osterkoogstraße 43 antreten. Zeitgleich wird Dörwald die Praxis schräg gegenüber verlassen haben, sein Haus ist verkauft. Die Patienten sind inzwischen darüber informiert, sagt Bürgermeister Werner-Peter Paulsen. „Ich bin froh, dass die ärztliche Versorgung auf Nordstrand sichergestellt ist“, bekräftigt er. Die Kommune habe sich die Bemühungen um eine Nachfolge für Dr. Dörwald durch das Schalten der Anzeigen einiges kosten lassen. Dabei habe er erneut feststellen müssen, dass der Trend dahin gehe, dass sich junge Ärzte kaum noch auf dem flachen Land niederlassen wollen – „leider“.

Die ärztliche Versorgung galt, wie berichtet, auch auf dem benachbarten Pellworm lange Zeit als große Herausforderung. Bereits seit einigen Jahren stand fest, dass Dr. Uwe Kurzke die Insel irgendwann verlassen würde – und ebenso lang suchte er mit Unterstützung durch die Gemeinde, Institutionen und die benachbarten Halligen nach einem Nachfolger.

Im Frühjahr wurde das Problem dann plötzlich noch akuter: Kurzke informierte Pellworms Bürgermeister Jürgen Feddersen darüber, dass er bereits im Sommer kurzfristig nach Österreich wechseln würde. Also wurde schnell gehandelt und die Gemeindevertretung beschloss, ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) zu gründen.

Seit dem 7. Juli praktizieren nun abwechselnd drei pensionierte Ärzte an der Uthlandestraße 7 auf Pellworm. Hinzu kommt Dr. Regine Ecker, die selbst auf der Insel lebt und bereits als Assistentin mit Dr. Kurzke zusammengearbeitet hat.

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