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Kerstin Carstensen (19) : Nordfrieslands neue Lammkönigin

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Kerstin Carstensen aus Galmsbüll ist Nordfrieslands neue Lammkönigin. Die 19-Jährige absolviert eine Ausbildung zur Kauffrau für Tourismus und Freizeit in Dagebüll. Kreispräsident Heinz Maurus führte sie beim Lämmerball in ihr Ehrenamt ein.

„Lammkönigin wollte ich schon immer werden“, sagte sie und schaute noch etwas schüchtern in die Menge von mehr als 300 Gästen, die zum Lämmerball nach Niebüll gekommen waren. Kurz zuvor hatte Kreispräsident Heinz Maurus die neue Lammkönigin Kerstin Carstensen (19) in der Stadthalle Niebüll präsentiert. Mit ihrem roten Kleid hob sie sich am Sonnabend deutlich von ihren Vorgängerinnen ab, die ihr Spalier standen.

Die junge Frau aus Galmsbüll hatte auf dem Weg zu ihrem Glück von ihrem Chef Klaus Schmidt etwas „Nachhilfe“ bekommen. „Er meinte, ich solle doch mal meine Bewerbung einreichen.“ Bei der Firma Schmidt-Reisen in Dagebüll absolviert die frisch gebackene Lammkönigin derzeit ihre Ausbildung zur Kauffrau für Tourismus und Freizeit. Ihren Eltern Brigitte und Peter Carstensen entging die Bewerbung zwar nicht, „doch als sie uns sagte, dass sie abgelehnt wurde, haben wir dieses Thema abgehakt“. Dabei hatte Kerstin Carstensen nur eine falsch Fährte gelegt: „Es war ja absolutes Stillschweigen vereinbart, und um Nachfragen auszuschließen, hatte ich mich zu diesem Schritt entschlossen.“ Um so größer war die Überraschung, als die Tochter auf der Bühne stand und in feierlicher Zeremonie gekürt wurde. „Ich bin stolz auf meine Tochter und freue mich sehr für sie“, so die erste Reaktion der Mutter. Zu den ersten Gratulanten gehörten auch die Geschwister Christian (23), Wiebke (21) und Heike (16).

Des einen Freud, des anderen Leid: „Ich hätte dieses Amt noch gerne ein weiteres Jahr ausgefüllt“, gestand die bisherige Amtsinhaberin Melanie Harrsen. „Ich habe diese Zeit in vollen Zügen genossen und werde davon noch lange zehren.“ Großes Lob kam von Kreispräsident Heinz Maurus: „Du warst eine tolle Repräsentantin und hast dieses Amt spitzenmäßig ausgeführt.“

Der alljährliche Lämmerball ist gleichzeitig der Auftakt zu den Nordfriesischen Lammtage, die bis zum 31. Juli mit zahlreichen Veranstaltungen stattfinden. Kerrin Carstensen, Vorsitzende des Trägervereins Nordfriesische Lammtage, stellte eingangs klar, dass die Reihe und der Lämmerball ohne Spenden und Sponsoren nicht stattfinden könnten. So hatten sich neben der Stadt Niebüll auch die angrenzenden Gemeinden Galmsbüll, Risum-Lindholm sowie Dagebüll und Emmelsbüll-Horsbüll an den Kosten beteiligt. Hauptsponsor war auch in diesem Jahr wieder die Nord-Ostsee-Sparkasse. Sie spendete unter anderem zwei Kleider für die neue Lammkönigin.

Zu den Gästen gehörte auch Dr. Stefan Völl von der Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände und der Wirtschaftsvereinigung Deutsches Lammfleisch. „Leider wird die Leistung in der Schafhaltung von der Politik nicht honoriert“, bedauerte er. „Wir halten die Tiere vorbildhaft.“ Die Zahl der Schafhalter sei in den vergangenen Jahren um gut ein Fünftel zurück gegangen. Dabei sei Nordfriesland im Norden die Hochburg der Schafhaltung, so Henning Hinz, Chefs des Schafzüchter-Landesverbands.

Zum einem Höhepunkt des Abends gehörten auch die vom Friesischen Gasthof Emmelsbüll-Horsbüll und dem Landgasthof Achtruper Stuben zubereiteten Lamm-Speisen – von der Lammkeule auf Buchenholz gebacken, über gefüllten Lammrollbraten und Lammrücken mit Kräuter-Senfkruste bis zu Lammragout, geschmorter Keule und Lammhackbraten. Für die musikalische Umrahmung sorgten die „Tonados“. Bis in die frühen Morgenstunden wurde getanzt und geschnackt.

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