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Wechsel an der Spitze : Nordfrieslands Landfrauen mit neuer Chefin

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Magret Albrecht ist jetzt Vorsitzende des Kreislandfrauenverbandes Nordfriesland. Sie löst Erna Lorenzen ab. Die Ex-Chefin wurde bei der Delegiertenversammlung in den Reußenkögen als „Weit- und Querdenkerin“ gewürdigt.

Sie ist eindeutig als neue Vorsitzende des Kreislandfrauenverbandes Nordfriesland gewollt: Magret Albrecht aus den Reußenkögen. 118 Mitglieder haben sie zur Nachfolgerin von Erna Lorenzen während der Delegiertenversammlung in der Koogshalle bestimmt. Seit 15 Jahren ist Magret Albrecht Vorsitzende des Landfrauenvereins Bredstedt-Reußenköge, und seit 2006 mischt sie im Kreisverband als Kassenwartin mit. Dennoch: „Ich habe es mir nicht einfach gemacht, mich zur Wahl zu stellen. Erna hat lange daran gearbeitet, dass ich zustimme.“ Die Fußstapfen, in die sie trete, seien groß, aber das neue Amt „Chance und Herausforderung zugleich“.

Erna Lorenzen war zuvor mit stehenden Ovationen für ihr unermüdliches Engagement gewürdigt worden. Fleißig wie eine Biene, dem Symbol der Landfrauen, ist sie dem Verband seit mehreren Jahrzehnten in verschiedenen Funktionen treu. So war sie seit 2004 Vorsitzende für den Kreislandfrauenverband Husum-Eiderstedt. 2008 wurden dann die Verbände Südtondern und Husum-Eiderstedt zu einem großen nordfriesischen Kreislandfrauenverband zusammengeführt, und die engagierte Frau aus Mildstedt wurde an die Spitze gewählt.

„Sicher war ich nicht immer eine bequeme Vorsitzende. Aber das war auch nicht mein Anspruch“, betonte Erna Lorenzen. „Sollte ich dabei jemandem auf die Füße getreten haben, so tut es mir leid, aber manchmal war es auch erforderlich.“ Dass Geduld nicht ihre Stärke ist, sei ihr bewusst. Doch diesem Manko stehe ihre Disziplin gegenüber, ohne die sich eine komplexe und anspruchsvolle Aufgabe im Ehrenamt kaum bewältigen lasse. „Entwicklungen zum Wohle unserer Mitglieder und unseres Kreises Nordfriesland mit Leben zu füllen und den Fortschritt zu forcieren, bedeutete mir eine echte Herausforderung.“ Sich aktiv der Landfrauenarbeit zu widmen, habe sie immer als Privileg verstanden. Zufriedenheit, Freude, bereichernde Begegnungen und Freundschaften – dies alles durfte sie während ihrer Tätigkeit erfahren. „Ich bleibe überzeugte Landfrau und bin dankbar für die Zeit.“ Natürlich gehe sie mit Wehmut von Bord, zwei Jahre vor dem eigentlichen Wahlturnus. „Aber ich gehe in der Gewissheit, dass unser Landfrauenschiff auf gutem Kurs bleibt.“ An die große Runde richtete sie einen Appell: „Nehmt euch und unsere Belange wichtig, denn sonst tun es andere auch nicht. Habt den Mut, Veränderungen herbeizuführen und euch einzumischen.“

Dass Erna Lorenzen mit Leib und Seele erste Vorsitzende war, hob ihre Stellvertreterin für den Süden des Kreises, Wiebke Jensen, hervor. „Das Wort ‚Danke‘ stand bei dir immer an erster Stelle, Du warst immer vorausschauend, aufmerksam und hast immer an alle gedacht.“ Die Vizepräsidentin des Landesverbandes Schleswig-Holstein, Birgit Feddersen, lobte Erna Lorenzen dafür, dass sie als „Weit- und Querdenkerin“ die Landfrauenarbeit auf Kreis- und Bundesebene geprägt hat. „Du hast immer über den Tellerrand geschaut und die Kunst der konstruktiven Kritik aus dem Effeff beherrscht.“ Die scheidende Vorsitzende Erna Lorenzen schloss mit den Worten: „Die Tür zum Gestern ist zu – konzentrieren wir uns auf das Morgen.“

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