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Innovationspreis des Kreises : Nordfrieslands jüngste Klimaschützer

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Das Bienen-Projekt der Risem Schölj wurde ebenso wie drei weitere Ideen mit dem Innovationspreis des Kreises ausgezeichnet, darunter eine Machbarkeitsstudie zur Nutzung von Windstrom für die Beheizung von Häusern.

Schon zum dritten Mal konnte Dieter Harrsen den Nordfriesischen Innovationspreis für Klima- und Umweltschutz überreichen. „Die Ziele, die Sie verfolgen, sind ambitioniert“, sagte der Landrat im Kreishaus in Husum zu den Preisträgern. „Da wir uns der Gefahren durch den Klimawandel bewusst sind, haben wir verschiedene Projekte entwickelt und wollen bis 2020 der klimafreundlichste Kreis sein“, erklärte er. „Engagement im Umweltschutz, Artenschutz und Naturschutz sind in der Regel Themen, die dicht beieinander liegen. Dies haben uns die eingereichten Projekte eindrucksvoll gezeigt.“

Verliehen wurden drei jeweils mit 1500 Euro dotierte Kinder- und Jugendpreise und ein mit 2500 Euro dotierter Preis im Bereich der Erneuerbaren Energien.

Die erste Urkunde konnte Mai-Inken Knackfuß, Initiatorin des Projektes „JES! Jugend. Energie. Spaß. In Zukunft nur mit uns“, für die Nachhaltigkeit entgegennehmen. Jährlich ruft sie Jugendliche im Alter von 14 bis 22 Jahren dazu auf, sich über erneuerbare Energien zu informieren und Potenziale sowie Nutzen und Chancen zu erkennen. So wird der Nachwuchs animiert, sich aktiv an der weiteren Etablierung von Öko-Strom zu beteiligen und lernt dabei Akteure und Unternehmen, die in dieser Branche in Schleswig-Holstein tätig sind, kennen.

Das Angebot findet alljährlich bei der Husumer Messe „New Energy“ statt und bietet neben zahlreichen Informationen über die „Erneuerbaren“ sowie zu verwandten Themen auch einen Workshop.

Für die Evangelische Kindertagesstätte „Stadumer Arche“ nahmen Barbara Nietzning, Yvonne Merten und Inge Roßmeißl die Auszeichnung für den zweiten Platz entgegen. Gewürdigt wurden hierbei die Kreativität und die Innovation des Projektes „Produkte aus der Kartoffel und deren Entstehung“. Die kleinen Besucher der Einrichtung legten einen Kartoffelacker an und konnten so erleben, dass die Kartoffel erst langsam wachsen und gedeihen muss und dabei Pflege braucht, bevor sie gegessen werden kann. Auch wurde mit der Erde, dem Wasser und dem Licht experimentiert.

Der erste Preis in dieser Kategorie ging an die Risem Schölj, die dänische Grund- und Gemeinschaftsschule in Risum-Lindholm, entgegen nahm ihn Lehrerin Thora Kahl. Die Verleihung erfolgte für Artenschutz, Nachhaltigkeit und Innovation beim Projekt „Bienen“, in dessen Rahmen eine kleine Imkerei auf dem Schulgelände geplant ist. Es wurden neben Lehrmaterial schon ein Bienenvolk und ein Set an Schutzanzügen angeschafft, um den hohen Wert der Bienen für die Umwelt zu vermitteln. „Dann können wir in den kommenden Jahren von eurem Honig probieren“, so Dieter Harrsen.

Ein Gemeinschaftsprojekt der Firmen „entropy consulting“ und Köster-Elektrotechnik sowie der Fachhochschule Flensburg wurde mit dem ersten Platz im Bereich Erneuerbare Energien bedacht: Dr. Heike Bille und Uwe Krüger nahmen die Urkunde entgegen. Ausgezeichnet wurde eine Machbarkeitsstudie zur Nutzung von Elektrizität aus Windenergie für die Beheizung von Einfamilienhäusern und anderen Gebäuden und somit der Ersatz von fossilen Brennstoffen in Heizungsanlagen durch Überschüsse aus der Produktion von Windenergie.

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