Synode : Nordfriesland hat eine neue Pröpstin

Sie gehörten zu den ersten Gratulanten: (v.  l.) Bischof Gothart Magaard, Synodenpräses Carl-Heinrich Feddersen, Propst Jürgen Jessen-Thiesen, Pastor Andreas Raabe, 1. Vizepräses, und Karin Hartwig, 2. Vizepräses, mit der neuen Pröpstin Annegret Wegner-Braun.
Sie gehörten zu den ersten Gratulanten: (v. l.) Bischof Gothart Magaard, Synodenpräses Carl-Heinrich Feddersen, Propst Jürgen Jessen-Thiesen, Pastor Andreas Raabe, 1. Vizepräses, und Karin Hartwig, 2. Vizepräses, mit der neuen Pröpstin Annegret Wegner-Braun.

Die Lübeckerin Annegret Wegner-Braun wird das hohe Kirchenamt bekleiden und ist künftig für das nördliche Nordfriesland und die Inseln und Halligen zuständig.

shz.de von
11. Juni 2018, 12:00 Uhr

Die mit Spannung erwartete Propstwahl im Kirchenkreis Nordfriesland ist entschieden: Mit deutlicher Mehrheit hat die Synode Pastorin Annegret Wegner-Braun aus Lübeck zur neuen Pröpstin für den Nordbezirk des Kirchenkreises gewählt. Sie wird als Kollegin von Propst Jürgen Jessen-Thiesen unter anderem für die Inseln und Halligen sowie für die Kirchengemeinden nördlich von Bredstedt zuständig sein.

In großer Zahl waren die Delegierten nach Breklum gekommen, um über die Besetzung dieses leitenden Amtes mitzuentscheiden: Von insgesamt 99 Synodalen hatten sich 92 auf den Weg nach Breklum gemacht. Zur Wahl standen zwei Kandidatinnen: Neben Annegret Wegner-Braun hatte sich auch die Husumer Pastorin Katrin Hansen für das Amt beworben, und damit standen zwei erfahrene und qualifizierte Kandidatinnen zur Wahl. Dabei nahm Katrin Hansen die Herausforderung von Kirche im ländlichen Raum besonders in den Blick und brachte ihre Erfahrungen aus den Niederlanden ein, wo sie viele Jahre Pastorin war. „Es kommt immer darauf an, mit welcher Haltung man Herausforderungen begegnet“, betonte sie. „Manchmal entsteht Neues erst dann, wenn wir Altes loslassen.“

Annegret Wegner-Braun setzte in ihrer Vorstellung auf das Konzept der Konziliarität, das gemeinsame Entscheidungen in Prozessen auf Augenhöhe beschreibt: „Ich messe der Verschiedenheit einen hohen Stellenwert bei. Alle sind gleichermaßen Gefäße der Gnade Gottes und als solche gleichberechtigt und gleichbedeutend.“ Beide Kandidatinnen hatten sich sorgfältig vorbereitet – beide verband ein liebevoller Blick auf Land und Leute sowie gute Kenntnisse der Gegebenheiten. Am Ende entschieden sich die Synodalen im ersten Wahlgang mit 65 Stimmen für die Lübeckerin.

Die 59-Jährige Theologin bringt langjährige Berufserfahrung als Gemeindepastorin mit. Sechs Jahre hat sie als Studienleiterin im Pastoralkolleg Ratzeburg gewirkt, seit 2013 ist sie tätig als Pastorin der Kirchengemeinde St. Marien zu Lübeck. „Ich würde Sie gerne in Ihrer Arbeit stärken und stützen“, sagte sie zu den Synodalen. Wahrzunehmen, was die Bedürfnisse, die Sorgen und Nöte der Kirchengemeinden sowie der Dienste und Werke sind, sei ihr ein besonderes Anliegen.

„Ich gratuliere Pastorin Wegner-Braun herzlich zur Wahl als neue Pröpstin für den Kirchenkreis Nordfriesland und wünsche ihr Gottes Segen für ihr künftiges Wirken“, erklärte Bischof Gothart Magaard, der das Wahlverfahren begleitet hatte. „Mein Dank gilt der zweiten Kandidatin, Pastorin Katrin Hansen, für ihre Bereitschaft, in unserer Kirche an entscheidender Stelle Verantwortung zu übernehmen.“ Und auch Katrin Hansen gratulierte. „Ich wünsche ‚meiner‘ neuen Pröpstin Glück und Segen.“ Sie bleibt Pastorin der Christus-Kirchengemeinde Husum und damit im Kirchenkreis Nordfriesland.

Annegret Wegner-Braun freute sich über den Erfolg „Ich danke Ihnen für das Vertrauen.“ Für sie steht jetzt der Umzug nach Niebüll an. Ihr Mann, Gymnasiallehrer für Deutsch und Geschichte, wird sie begleiten. Ihre Einführung ist für den Herbst geplant.

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