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Nordfriesen stehen hinter ihren Kreiskliniken

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

4550 Unterschriften für eine faire Krankenhausfinanzierung sind bei einer landesweiten Aktion allein in Nordfriesland zusammengekommen. Neben den eigenen Mitarbeitern und den Kollegen aus der Kreisverwaltung beteiligten sich die Fördervereine der Kliniken, der Sozialverband Husum sowie die Landfrauenvereine aus der Region. „Ein starkes Zeichen aus der Bevölkerung“, freut sich Klinikums-Pressesprecher Michael Mittendorf.

Alle Listen werden über die Krankenhausgesellschaft in Kiel an den künftigen Bundesgesundheitsminister nach Berlin weitergeleitet – inklusive eines Forderungskatalogs.

Bereits seit Jahren beklagen die Verantwortlichen der schleswig-holsteinischen Krankenhäuser im Hinblick auf die Finanzierung ihrer Häuser eine erhebliche, politisch verursachte Ungleichbehandlung, denn ihre Fallpauschalen fallen im Vergleich mit den anderen Bundesländern geringer aus. Es wurden immer wieder Bundesratsinitiativen angeschoben, die bislang allerdings keine grundsätzliche Veränderung zur Folge hatten.

Mit jedem Jahr wird für die Beschäftigten die Mangelsituation spürbarer und unerträglicher – auch in den vier Kreiskliniken in Nordfriesland. Auf Initiative vieler Betriebsräte konnte Anfang des Jahres eine Allianz für die Schleswig-Holsteinischen Krankenhäuser gegründet werden, der 22 Verbände angehören: von den Gewerkschaften, über Kommunal- und Berufsverbände bis hin zu Sozialverbänden. Mit Blick auf die vergangene Bundestagswahl hatte die Allianz die Kampagne „Sind wir zu wenig – kommen Sie zu kurz“ initiiert, mit der auf die schwierige Situation der Kliniken hingewiesen wurde, die gezwungen sind, den Personalbestand weiter zu reduzieren – mit Auswirkungen auf die Patienten. „Diese bemängeln die fehlende Zeit unserer Mitarbeiter für erläuternde und tröstende Gespräche“, weiß Klinikums-Geschäftsführer Frank Pietrowski.

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