Bundesweiter Wettbewerb : Nordfriesen radeln für das Klima

Das Team der Kreisverwaltung ist beim Stadtradeln-Wettbewerb aktiv dabei, vorn links Kapitänin Annabell Lehne.
Das Team der Kreisverwaltung ist beim Stadtradeln-Wettbewerb aktiv dabei, vorn links Kapitänin Annabell Lehne.

Team der Kreisverwaltung tritt beim bundesweiten Stadtradeln-Wettbewerb in die Pedale.

shz.de von
28. Mai 2018, 11:00 Uhr

Es wird wieder in die Pedale getreten. Der Kreis Nordfriesland nimmt vom 16. Juni bis zum 6. Juli am bundesweiten Wettbewerb „Stadtradeln“ teil. „Es geht um den Spaß am Fahrradfahren und den Klimaschutz. Wir wollen möglichst viele Menschen dafür gewinnen, im Alltag auf das Fahrrad umzusteigen“, erklärt Nordfrieslands Landrat Dieter Harrsen.

Er hofft, dass auch der Wettbewerbsgedanke möglichst viele Nordfriesen motiviert, sich zur Teilnahme anzumelden und viele Radkilometer zu sammeln: „So setzen wir ein weiteres Signal für den Stellenwert, den der Klimaschutz bei uns genießt.“

Die Organisatoren – ein Netzwerk europäischer Kommunen – listen die Ergebnisse im Internet auf. Im vergangenen Jahr lag der Kreis Borken an der Spitze mit 3.734 Teilnehmern, die 682.079 Kilometer radelten.

„Das sind pro Person 182 Kilometer in drei Wochen oder 8,7 Kilometer am Tag. Das können wir Nordfriesen leicht toppen“, ist Landrat Dieter Harrsen überzeugt.

Anmelden können sich Interessierte schon jetzt unter der Adresse https://www.stadtradeln.de/landkreis-nordfriesland. Unternehmen, Schulen und Vereine können dort auch eigene Stadtradeln-Teams gründen oder einem vorhandenen Team beitreten. Die Teilnehmer sollten das Fahrrad so oft wie möglich privat und beruflich nutzen und ihre „erradelten“ Kilometer nach den drei Wochen in der Internetseite eintragen.

Etwa ein Fünftel der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland entstehen im Verkehr. Dabei ist allein der innerörtliche Verkehr für ein Viertel der Emissionen des gesamten Verkehrs verantwortlich. Wenn rund 30 Prozent der Kurzstrecken bis zu sechs Kilometer in den Innenstädten mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren würden, ließen sich etwa 7,5 Millionen Tonnen CO2 vermeiden, rechnet der Kreis Nordfriesland vor.

Dieser hatte vor zwei Jahren schon einmal am Stadtradeln-Wettbewerb teilgenommen – seinerzeit allerdings mit ausbaufähigem Erfolg. Mitmachen konnten damals alle, die in Nordfriesland wohnten, arbeiteten oder einem Verein angehörten. Lediglich 240 Radler beteiligten sich. Immerhin legten sie aber insgesamt 46.794 Kilometer mit ihren Drahteseln zurück und vermieden auf diese Weise 6.645 Kilogramm CO2. Das entspricht nach Angaben der Veranstalter der 1,17-fachen Länge des Äquators.

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