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Die aktiven Acht : Nordfriesen im Einsatz gegen Mädchenhandel

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Aktionsgruppe Nordfriesland der Hilfsorganisation „Plan International“ hatte Spenden von 900 Euro gesammelt, damit rund 20 Mädchen aus Nepal von ihren Eltern nicht als Haussklavinnen verkauft werden müssen.

shz.de von
erstellt am 28.Apr.2014 | 15:00 Uhr

Um selbst überleben zu können, verkaufen nepalesische Eltern ihre Töchter als Dienstmädchen. Der Kurs liegt bei etwa 50 Euro je Kind, das dann nicht zur Schule geht, sondern bis zu 18 Stunden täglich arbeiten muss. Gegen solche Missstände kämpft das Hilfswerk „Plan International“, dessen Aktionsgruppe Nordfriesland mit Engagement und Kreativität Spenden sammelt. Mit mehr als 900 Euro, die die Gruppe für das „Plan“-Projekt „Kamalari-Mädchen in Nepal“ eingenommen hat, konnten rund 20 Mädchen freigekauft und so Familien zusammengeführt werden.

Die nordfriesische Aktionsgruppe, 2011 von Annika Kley gegründet, hat acht Mitglieder, die in Langenhorn, Hattstedt, Horstedt und Husum zu Hause sind. Um die Summe zusammenzubekommen, hatte das Team 2013 für ein Konzert der Big-Band der Husumer Theodor-Storm-Schule (TSS) Tickets verkauft und Plakate aufgehängt. Das brachte ebenso Geld in die Spendenkasse wie ein Benefiz-Konzert in Langenhorns St. Laurentius-Kirche. Eine weitere Einnahme-Quelle war ein Spiele-Stand beim Husumer Weltkindertag. Und schließlich wurden zum Weihnachtsmarkt im Husumer „Speicher“ mit teilweise selbst gebackenen, gekochten und gebastelten Leckereien noch fast 500 Euro erarbeitet. Geld, das „Plan“ für Taifun-Opfer auf den Philippinen dringend brauchte.

Mit neuem Elan geben die aktiven Acht jetzt wieder Gas. Die TSS-Big-Band und der Lions-Club Goesharde sind einverstanden, dass die Aktionsgruppe Karten für ein Benefiz-Konzert verkaufen und den Erlös behalten darf. Wer also am 10. Mai „Tango trifft Big-Band“ im Nordsee-Congress-Centrum erlebt, tut damit sich und anderen Gutes.

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