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Husumer Nachrichten

20. August 2017 | 01:07 Uhr

Joldelund : Norderweg wird verbreitert

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Gemeindevertreter vergeben den Planungsauftrag für die Sanierung. Auch die maroden Regenwasserleitungen werden erneuert.

Im Mai stellten Joldelunds Gemeindevertreter die Weichen für die dringend erforderliche Sanierung des maroden, 300 Meter langen Norderweges durch einstimmiges Votum (wir berichteten). Der Planer hatte zwei mögliche Varianten vorgestellt, wobei die eine, so informierte Bürgermeister Reiner Hansen in jüngster Gemeinderatssitzung, inzwischen vom Tisch ist, weil technisch nicht umsetzbar.

Geplant war, das bisherige Straßengefälle so zu verändern, dass das Regenwasser von der Süd- auf die Nordseite abfließen und im Boden versickern kann. Doch das – so sagt das inzwischen eingeholte geologische Gutachten aus – geht wegen des Untergrundes nicht. Die Anlieger waren in einer Versammlung bereits informiert worden, dass es nur die Möglichkeit gibt, die Fahrbahn um etwa 0,7 Meter mittels einer Entwässerungsrinne zu verbreitern und eine neue Asphaltdecke aufzubringen. Erforderlich wäre auch der Einbau einer neuen Regenwasserleitung im Bereich des Grünstreifens, weil 80 Prozent der Leitungen marode sind. Ab dem Bereich Bäckerei in östlicher Richtung wäre ein komplett neuer Straßenaufbau nötig. Der Randstreifen entlang des Bauernhofes müsste mittels Rasengittersteinen besser befestigt werden. Außerdem müsste eine Stabilisierung des Randstreifens zwischen Bäcker und Birkenstraße erforderlich.

„Wir haben nur positive Rückmeldungen gehabt. Wir müssen nun den Planer beauftragen“, so der Gemeinde-Chef. Zwei Angebote lagen vor, nämlich über 9.684 Euro vom Institut für Technisch-Wissenschaftliche Hydrologie (ITWH) in Flensburg sowie 14.580 Euro vom Ingenieur-Büro Urban Rendsburg. Einstimmig entschied das Gremium, dass den Auftrag das ITWH erhalten soll.

Weiter segneten die Vertreter bei einer Enthaltung die Änderung des B-Plans Nr. 5 (Erweiterung Osterweg) ab. Hier ging es um einen formellen Akt. Das bisher als Mischgebiet ausgewiesene Areal soll nun nur noch Wohngebiet sein. „Es wird sich schlichtweg kein Gewerbe ansiedeln. Wenn wir das nicht ändern, können wir weitere Grundstücke an Häuslebauer nicht verkaufen“, so der Bürgermeister. Zehn wären vorhanden. Davon sind bisher sieben bebaut.

Ebenfalls einstimmig ratifizierte der Gemeinderat den Nachtragsvertrag zum öffentlich-rechtlichen Vertrag des Schulverbandes Mittleres Nordfriesland. Der Vertrag halte nun fest, so der Gemeinde-Chef, was bisher nach Absprache auch schon so gehandhabt worden sei. So werden dem Schulverband die unentgeltlichen Nutzungsrechte an den den Schulen dienenden Grundstücken und Gebäuden einschließlich der Sporthallen eingeräumt. Ausgenommen dabei ist die Bordelumer Turnhalle, weil sie kaum noch für Schulunterricht genutzt und sie in das Projekt „BordelumHus“ integriert wird. Weiter legt der Vertrag fest, dass Unterhaltungs- und Sanierungskosten für unbewegliches Vermögen ab einem Wert von 10.000 Euro, das überwiegend außerschulisch genutzt wird, zu gleichen Teilen von den bisherigen grundbuchlichen Grundstückseigentümern und dem Schulverband zu tragen sind. Neuanschaffungen von Gerätschaften, die öffentlich zugänglich sind und außerschulisch genutzt werden können, werden ab einem Wert von 3.000 Euro zu gleichen Teilen von der jeweiligen Standortgemeinde und dem Schulverband getragen. Künftig neu entstehende Gebäudeteile und –anlagen werden durch Baumaßnahmen vom Schulverband durchgeführt und von den Mitgliedsgemeinden über die Verbandsumlage finanziert. „Alle Kommunen im Amt müssen zustimmen“, so der Bürgermeister.

Hansen berichtete, dass der Breitbandausbau im Außenbereich im Sommer 2018 geplant ist. Die Seniorenfahrt nach Friedrichstadt und Schwabstedt startet am 22. August ab 13.30 Uhr.

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