Sommer-Institut in Bredstedt : Nolde, Namen, Windkraft und mehr

Das Nordfriisk Instituut in der Bredstedter Süderstraße.
Das Nordfriisk Instituut in der Bredstedter Süderstraße.

Beim 28. Nordfriesischen Sommer-Institut in Bredstedt werden sechs Themen von Fachleuten allgemeinverständlich erklärt.

shz.de von
29. Juni 2018, 08:00 Uhr

Mit einer abwechslungsreichen Reihe von sechs Veranstaltungen wendet sich das Nordfriisk Instituut in Bredstedt im 28. Nordfriesischen Sommer-Institut an Einheimische und Feriengäste. Dr. Christian Ring, Direktor der Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde, eröffnet den Reigen und erläutert am Mittwoch, 4. Juli, den aktuellen Forschungsstand über „Emil Nolde im Nationalsozialismus“. Nolde war nicht nur Opfer der NS-Kulturpolitik, sondern bis zum Schluss überzeugter Nationalsozialist.

Ergebnisse archäologischer Untersuchungen legt Dr. habil. Dirk Meier aus Wesselburen am 18. Juli dar. Meiers Vortrag „Wie die ältesten Nordfriesen wohnten“ wird gemeinsam mit der Interessengemeinschaft Baupflege veranstaltet. Zwei Professoren sprechen am 1. August über einen Dichter: Prof. Dr. Arno Bammé von der Uni Klagenfurt und Prof. Dr. Thomas Steensen vom Nordfriisk Instituut haben den Titel „Landunter“ gewählt, wenn sie über den Halligdichter Wilhelm Lobsien referieren.

Mehrfach zu Studienaufenthalten im Nordfriisk Instituut zu Besuch war die französische Doktorandin Edith Chezel von der Université Grenoble Alpes. Am 15. August berichtet sie aus ihren Forschungen über Energielandschaften in Nordfriesland mit seinen vielen Bürgerwindparks. Der Titel: „Wind – Menschen – Windkraft“. „Die Friesen in den Niederlanden“ werden von Prof. Dr. Hanno Brand aus der westfriesischen Provinzhauptstadt Ljouwert/Leeuwarden am 29. August erklärt. Ljouwert ist Europäische Kulturhauptstadt 2018 und Brandts Vortrag ein Gruß aus dieser einzigen friesischen Großstadt mit mehr als 100 000 Einwohnern.

Den Abschlussvortrag halten Antje Arfsten und Dr. Claas Riecken vom Nordfriisk Instituut am 12. September. Sie sprechen über nordfriesische Namen wie „Pay – Melf – Gönke“ und andere wundersame Benennungen.

Alle Vorträge finden im Bredstedter Bürgerhaus, Theodor-Storm-Straße 2, statt. Sie beginnen jeweils um 19.30 Uhr. Die Reihe wird von der Nord-Ostsee-Sparkasse unterstützt. Anstelle eines Eintrittsgeldes wird jeweils um eine Spende gebeten.

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