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Susanne Schmidt aus Bredstedt : „Nie wieder dick“ seit zehn Jahren

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Vor zehn Jahren berichteten die Husumer Nachrichten über Susanne Schmidt – und lösten so eine große mediale Welle aus.

Genau zehn Jahre ist es her: Kurz nach ihrem 50. Geburtstag legte Susanne Schmidt den Grundstock für ihr „neues“ Leben. Damals hatte die Bredstedterin dank einer effektiven Abnehmkur ihr Gewicht innerhalb von sieben Monaten von 132 auf 75 Kilo reduziert. Um diesen Erfolg halten zu können, wollte sie mit einer kleinen Anzeige in den Husumer Nachrichten ein paar Mitstreiter suchen – die am 10. Februar 2007 gar nicht ganz so klein erschien. Dass die Redakteurin daraus eine große Sache machte, sieht Susanne Schmidt heute als das Beste an, was ihr zu dem Zeitpunkt passieren konnte. Denn der Artikel unter der Überschrift „Eiserner Vorsatz: Nie mehr dick“ löste eine Riesenwelle aus. In fünf Info-Veranstaltungen erzählte sie mehr als 300 Interessenten, wie sie mit der 30-Gramm-Fett-Methode abgenommen hat. „Das ist keine Diät für eine bestimmte Zeit, sondern eine konsequente Ernährungsumstellung mit gezieltem Blick auf den Fettanteil in den Lebensmitteln, die man zu sich nimmt.“ Darauf legte Susanne Schmidt schon damals großen Wert.

Daran hat sich bis heute nichts geändert, wohl aber an ihrem gesamten Leben, denn auf den Zeitungsartikel folgte die Gründung diverser Abnehm-Gruppen in Nordfriesland – und ein riesiges mediales Interesse. Zeitschriften und Zeitungen wollten ihre Geschichte haben, immer wieder gab es Anfragen für Interviews und Talkshows. 2008 war sie bei Stern-TV zu Gast, mit der Folge, dass mehrere tausend Mails von Menschen bei ihr eingingen, die wissen wollten, wie sie es geschafft hat, dauerhaft abzunehmen. Mittlerweile folgen ihr unter dem Stichwort NWD (Nie wieder dick) mehr als 40.000 Facebook-Nutzer, ihre Bücher mit Rezepten verkaufen sich gut und auch Online-Programme erfreuen sich großer Beliebtheit. Vielerorts hält sie Vorträge und bietet sogar Abnehm-Urlaube an der Nordsee sowie gemeinsame Reha-Wochen in der Spessart-Klinik an.

„Seit zehn Jahren bin ich irgendwie immer in Action“, resümiert Susanne Schmidt, die nach wie vor keine große Lust auf „echten“ Sport hat – wohl aber sehr gerne in Bewegung ist. Diese Bewegung war es letztendlich auch, die ihr nach der Kur geholfen hat, das um zwölf Kilo reduzierte Gewicht nicht nur zu halten, sondern in der Folge zusätzlich 45 Kilo abzuspecken. „Mein Sohn Christian holte mich jeden Morgen zum Nordic Walking ab. Das Wetter war damals wochenlang so gut, dass ich an keinem einzigen Tag eine Ausrede fand, nicht mit ihm walken zu gehen“, erzählt sie lachend. Heute ist sie ihm unendlich dankbar für seinen unermüdlichen Einsatz, „denn ohne seine Unterstützung hätte ich es sicher nicht geschafft.“

Christian Schmidt war es auch, der seine Mutter auf die Idee brachte, NWD auf professionelle Füße zu stellen. Gemeinsam gründeten sie eine Firma für die inzwischen vielfältigen Mitmach-Angebote. Sein Bruder Mark erstellte eine Homepage, auf der Susanne Schmidt ganz offen erzählt, wie sie damals an einem Punkt angekommen war, an dem sie das Abnehmen für alle Zeiten hatte aufgeben wollte. „Mittlerweile über 50 und von den Auswirkungen der Wechseljahre gebeutelt war die Vorstellung, irgendwann wieder schlank zu sein, für mich in unerreichbare Ferne gerückt“, beschreibt sie dort und dass ihr Hausarzt sie für drei Wochen in die Spessart-Klinik nach Bad Orb schickte, wo sie die Methode kennenlernte, die sie bis heute durchzieht.

Um die Waage, die ihr jahrelang so verhasst war, macht die Bredstedterin inzwischen einen großen Bogen. „Mein Maßband ist eine schlichte Tuchhose in Größe 42, die ich damals gekauft habe. Geht sie zu, ist alles gut. Kneift sie, heißt das, dass ich wieder mehr darauf achten muss, was ich esse“, sagt sie. Grundsätzlich koche sie immer noch so wie früher, nur achte sie heute schon beim Einkaufen darauf, dass der Fettanteil möglichst gering ist und verzichte auf Fett, wo immer es geht: „Fleisch zum Beispiel kann man wunderbar in Mineralwasser braten. Und wozu muss Butter ans Gemüse?“, fragt die heute 62-Jährige, die sich allerdings auch einen „Chaostag“ pro Woche gönnt, an dem alles erlaubt ist. „Das hat fürs Gewicht noch keine Folgen, ist aber die beste Motivation zum Durchhalten. Ständigen Verzicht hält auf Dauer niemand aus.“

Für alle, die mit dem Gewicht kämpfen, hat die Bredstedterin weiterhin ein offenes Ohr. „Ich weiß selbst noch zu gut, wie man sich als ,Dicke‘ fühlt. Mein Ziel ist es, möglichst vielen Menschen zu helfen, aus der Diät-Frust-Spirale rauszukommen“, sagt sie und betont, dass die Ernährungsumstellung kein Hexenwerk ist: „Sie ist für jeden von jetzt auf gleich machbar“, verspricht sie und lädt Interessierte ein, mit ihr unter Telefon 04671/6036445 oder per E-Mail an niewiederdick@gmx.de Kontakt aufzunehmen.

Weitere Info: www.niewiederdick.info

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